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Austrian Airlines verkaufen 13.02.2009
Erste Bank
Wien (aktiencheck.de AG) - Martina Valenta, Analystin der Erste Bank, stuft die Aktie von Austrian Airlines (ISIN AT0000620158 / WKN 875224) von "halten" auf "verkaufen" zurück.
Die EU-Kommission habe am Mittwoch bekannt gegeben, die Prüfung der Austrian Airlines-Übernahme offiziell zu starten. Gleichzeitig habe sie vorab Zweifel an der Übereinstimmung wesentlicher Verkaufsbedingungen mit dem Gemeinschaftsrecht geäußert. Dazu würden vor allem der reduzierte Kaufpreis für das ÖIAG-Paket sowie der EUR 500 Mio. Staatszuschuss zählen. Außerdem sei die Transparenz und Offenheit des Verkaufsprozesses infrage gestellt worden. ÖIAG und Deutsche Lufthansa-Chef Mayrhuber hätten sich in der Folge jedoch zuversichtlich geäußert, dass der Verkauf wie geplant abgeschlossen werden könne.
Die Analysten der Erste Bank denken, dass die Zweifel der EU an wesentlichen Verkaufsbedingen massiv sind. Eine länger andauernde Prüfung könnte die Folge sein, sodass mit einer Entscheidung laut Presseberichten erst im Sommer zu rechnen sei. Im Hinblick auf die angespannte finanzielle Lage der Austrian Airlines und den sich weiter verschlechternden Luftfahrtumfeld wäre jedoch ein rascher positiver Abschluss auf jeden Fall wünschenswerter.
Sollte die EU die Verkaufsbedingungen - allen voran den reduzierten Kaufpreis für den ÖIAG-Anteil und den Staatszuschuss - nicht genehmigen und Auflagen fordern, könnten sich die Konditionen für die Deutsche Lufthansa eventuell verschlechtern. Die Analysten der Erste Bank bezweifeln, dass die Deutsche Lufthansa im aktuellen wirtschaftlichen Umfeld teurere Konditionen akzeptieren würde. Ihre Rating-Änderung reflektiere daher die ihrer Meinung nach angestiegene Wahrscheinlichkeit, dass die Übernahme nicht wie geplant abgewickelt werden könne.
Die Analysten der Erste Bank haben jedoch ihre Empfehlung für die Austrian Airlines-Aktie von "halten" auf "verkaufen" zurückgenommen und das Kursziel ist nun in Überarbeitung. (Analyse vom 13.02.2009) (13.02.2009/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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