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Renault kaufen 12.02.2009
National-Bank AG
Essen (aktiencheck.de AG) - Der Analyst der National-Bank AG, Manfred Jaisfeld, rät nach wie vor zum Kauf der Renault-Aktie (ISIN FR0000131906 / WKN 893113).
Die Zahlen zum Schlussquartal und Gesamtgeschäftsjahr 2008 seien insgesamt nochmals schwächer ausgefallen als erwartet. Der Umsatz sei im Jahresvergleich um 7,0% auf 37,791 Mrd. Euro gesunken und habe damit unter der Durchschnittsschätzung von 38,9 Mrd. Euro gelegen. Bereits in der ersten Januarhälfte habe Renault die Absatzahlen für das Geschäftsjahr vorgelegt. Mit 2,38 Mio. verkauften Einheiten habe das Minus in Relation zum Vorjahr bei 4,1% gegenüber einem vor Jahresfrist ausgegebenen Ziel von +10% gelegen. Den Einbruch der Kernmarke Renault um 5,4% habe der Zuwachs von 11,7% bei der Billigmarke Dacia nicht kompensieren können. Der Marktanteil sei mit unveränderten 3,6% angegeben worden. Nach einem starken Frühling habe die Marktschwäche die Renault-Gruppe in der zweiten Jahreshälfte mit voller Wucht erwischt. Die Dezember-Zahlen seien mit einem Rückgang um 28,5% auch unter Berücksichtigung der starken Vergleichsbasis dabei als katastrophal zu bezeichnen.
Auf operativer Ebene habe Renault im Gesamtjahr 212 Mio. Euro verdient, woraus sich ein Rückgang der Marge von 3,3% im Vorjahr auf nur noch 0,6% ableite. Für das erste Halbjahr 2008 habe der Konzern noch ein Niveau von 4,1% ausgewiesen. Für 2009 müsse definitiv mit einem operativen Verlust gerechnet werden, wobei dieses Jahr nach aktuellen Schätzungen auch den Tiefpunkt markieren sollte.
Das Nettoergebnis sei gleichermaßen durch die schwächere Performance bei Renault als auch die geringeren Ergebnisbeiträge der auf dieser Ebene konsolidierten Beteiligungen an Nissan und Volvo um 78,1% auf 599 Mio. Euro gesunken. Die Konsensprognose in Höhe von knapp 800 Mio. Euro sei damit zwar verfehlt worden, wobei die Analysten die Abweichung angesichts der hohen Varianz jedoch geringer bewerten würden, als die absoluten Zahlen vermuten ließen.
Für das laufende Jahr erwarte der Konzern eine weitere Verschlechterung des Marktumfelds, der v. a. mit weiteren Produktionskürzungen, fortgesetztem Abbau unverkaufter Fahrzeuge sowie Kostensenkungs- und Synergiemaßnahmen begegnet werden solle. Die schon seit längerer Zeit völlig unrealistischen 2009er Umsatz- und Margenziele seien gestrichen worden. Die Dividendenzahlung werde ausfallen.
Die Zahlen zum Geschäftsjahr 2008 hätten insgesamt nochmals unter den bereits sehr niedrigen Schätzungen gelegen. Aufgrund der hohen Varianz der Prognosen sähen die Analysten die Abweichungen jedoch nicht als bedeutsam an. Wichtiger erscheine ihnen in dem aktuellen Stimmungsumfeld, dass weitere "Katastrophenmeldungen" ausgeblieben seien. Positiv wirke zudem, dass Renault mit dem Lagerabbau vorankomme und der Fokus im neuen Geschäftsjahr klar auf weiteren Produktionskürzungen, fortgesetztem Abbau unverkaufter Fahrzeuge sowie Kostensenkungs- und Synergiemaßnahmen gesetzt werde. Die Aussetzung der Dividendenzahlung müsse ebenfalls vor dem Hintergrund der angestrebten Optimierung des freien Cashflows gesehen werden.
Die Analysten der National-Bank AG bestätigen aufgrund des weiter bestehenden Aufholpotenzials ihr "kaufen"-Votum für die Renault-Aktie bei einem unveränderten Kursziel von 25,00 Euro. (Analyse vom 12.02.2009) (12.02.2009/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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