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ING Groep "buy" 29.01.2009
SEB
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der Analyst der SEB, Manfred Jakob, stuft die Aktie der ING Groep (ISIN NL0000303600 / WKN 881111) mit dem Rating "buy" ein.
ING sei stärker in den Strudel der Finanzmarktkrise geraten als bislang erwartet. Zum Jahresende 2008 habe ING umfassende Impairment-Tests auf nahezu alle Asset-Kategorien vorgenommen, da gerade das 4. Quartal aufgrund der sich verschärfenden Finanzkrise ungewöhnliche Verwerfungen gebracht habe. Das betreffe vor allem Subprime RMBS, Alt-A-RMBS und CDO’s sowie auch Aktienbestände. Diese Neubewertungen dürften nach Angaben der Analysten gemäß den vorläufigen Q4-Zahlen zu einem Verlust von 3,3 Mrd. Euro geführt haben. Für 2008 drohe somit voraussichtlich ein Verlust von 0,4 Mrd. Euro (vor Sondereffekten). Das zugrunde liegende Versicherungsgeschäft dürfte nach Ansicht der Analysten einen Netto-Verlust von 0,9 Mrd. Euro erwirtschaftet haben. Der Bankbereich dürfte nach Einschätzung der Analysten dank eines intakten heimischen Retailgeschäftes ein Plus von 0,5 Mrd. Euro erreicht haben.
Um die Kapitaldecke zu stärken, übernehme der Staat eine 80%-Bürgschaft für ein 27,7 Mrd. Euro schweres Hypothekenportfolio (Alt-A-RMBS-Papiere). Am 28.01.2009 habe Moody’s sein Rating auf A1 (Aa3), "stabil" gesenkt und am 27.01.2009 habe S&P das Rating von AA-, "negativ" bestätigt.
Durch neuerliche Staatshilfe werde ING ihre illiquiden Risikopositionen stark zurückfahren und die Bilanz entsprechend entlasten. Die Tier-1-Ratio werde sich um rd. 40 BPe auf 9,5% verbessern. Im Gegenzug "verpflichte" sich ING, die Kreditvergabe deutlich auszuweiten.
ING werde die Kosten um rd. 1 Mrd. Euro senken und weltweit rd. 7.000 Arbeitsplätze abbauen. Auf die Einführung einer Direktbank in Japan werde zunächst verzichtet. Selektive Veräußerungen von Beteiligungen, die nicht (mehr) zum Kerngeschäft gehören, würden ständig auf dem Prüfstand stehen. Ferner werde ING seine Marktpositionen in Wachstumsfeldern auch immer wieder weiter ausbauen, sollten sich Gelegenheiten bieten. Die Rekapitalisierung sei relativ aktionärsfreundlich. Für 2009 sei eine Ausschüttung wieder denkbar. ING habe aufgrund eines nach wie vor recht robusten Einlagengeschäftes nicht die große Refinanzierungs-Problematik wie einige Wettbewerber.
ING leide stärker unter der Finanzmarktkrise als lange selbst erwartet. Inzwischen seien teils auch "normale" Assets von Wertberichtigungen betroffen. Vor allem, falls die Finanzkrise sich weiterhin verschärfe, könne dies die Kernkapitalquote immer wieder neu belasten. Die sich stärker abschwächende Konjunktur dürfte das Neugeschäft - auch in Emerging Markets - nach Ansicht der Analysten abbremsen. Das Kursziel für die Aktie werde von zuvor 9 Euro auf jetzt 8 Euro gesenkt.
Die Analysten der SEB stufen die Aktie der ING Groep mit dem Rating "buy" ein. (Analyse vom 29.01.2009) (29.01.2009/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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