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Vortag |
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Datum/Zeit |
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313,02 $ |
+0,95 $ |
+0,30 % |
23.04/18:22 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| US46625H1005 |
850628 |
- $ |
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JP Morgan Chase & Co. halten 15.01.2009
Landesbank Berlin
Berlin (aktiencheck.de AG) - Der Analyst Emil Heppel von der Landesbank Berlin empfiehlt weiterhin, die Aktien von JP Morgan Chase & Co. (ISIN US46625H1005 / WKN 850628) zu halten.
Die zweitgrößte US-Bank habe für das abgelaufene 4. Q. ein Ergebnis im Rahmen der Erwartungen veröffentlicht und damit die zurzeit negative Stimmung der Investoren zumindest nicht noch weiter angeheizt. Bei einem Anstieg der Einnahmen um 0,9% auf 17,2 Mrd. USD sei der Nettogewinn um 76% auf 702 Mio. USD oder 0,07 USD pro Aktie gefallen. In diesem Ergebnis seien allerdings u. a. 1,3 Mrd. USD Sondergewinn aus der Aufgabe eines Joint Ventures enthalten gewesen. Im gleichen Vorjahresquartal habe der Nettogewinn noch bei 2,97 Mrd. USD oder 0,86 USD pro Aktie gelegen.
Aufgrund der anhaltenden Krise auf dem US-Immobilienmarkt, der sinkenden Hauspreise und der andauernden Finanzkrise habe JPM 2,9 Mrd. USD an Abschreibungen auf hypothekenbesicherte Wertapiere und so genannte Leveraged Loans vornehmen müssen. Leveraged Loans seien Kredite an bereits hoch verschuldete Privat- oder Firmenkunden, die zwar höhere Renditen abwerfen würden, aber auch mit höheren Wertberichtungsrisiken verbunden seien.
Besonders stark hätten unter dem negativen Umfeld die Investmentbanksparte und der Bereich Kreditkarten gelitten. Die sich vertiefende Rezession in den USA habe eine Erhöhung der Rückstellungen für faule Kredite in Höhe von 4,1 Mrd. USD notwendig gemacht, da immer mehr Kunden in Zahlungsverzug geraten seien. Der Vorstandsvorsitzende Dimon habe sich sehr zurückhaltend zu den Perspektiven 2009 geäußert. Nach seinen Worten sei im Falle einer sich fortsetzenden Rezession, wovon er ausgehe, mit weiteren Abschreibungen, Rückstellungen, sinkenden Geschäftvolumina und mit fallenden Preisen in allen Vermögensklassen zu rechnen.
Ungeachtet der schwierigen Marktsituation hätten aber beispielsweise die Einlagen von 741 Mrd. USD auf 1,0 Bill. USD erhöht werden können. Auch die Kernkapitalquote sei gegenüber dem 4. Q. 2007 von 8,9% auf 10,8% gestiegen. Im gesamten Jahr 2008 seien die Kredit-Rückstellungen von 6,9 Mrd. USD auf 21 Mrd. USD geklettert. Der Nettogewinn habe 5,6 Mrd. USD oder 1,37 USD je Aktie betragen, ein Minus von 64% bzw. 69%.
Die Ertragserwartungen für die beiden Übernahmen des vergangenen Jahres - Bear Stearns und Washington Mutual - würden nach Worten des Unternehmens im Plan liegen. In 2009 sei mit etwa 600 Mio. USD übernahmebedingten Belastungen zu rechnen. In den nächsten Monaten sei eine Trendwende kaum wahrscheinlich.
Die Analysten der Landesbank Berlin empfehlen weiterhin, die Aktien von JP Morgan Chase & Co zu halten. (Analyse vom 15.01.2009) (15.01.2009/ac/a/a) Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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