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Intesa Sanpaolo kaufen


16.12.2008
Hauck & Aufhäuser

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der Analyst von Hauck & Aufhäuser, Sebastian Reuter, rät unverändert zum Kauf der Intesa Sanpaolo-Aktie (ISIN IT0000072618 / WKN 850605).

Der Nettogewinn habe im dritten Quartal 2008 mit 673 Mio. EUR deutlich unter dem Vorjahr (Q3 2007: 1.460 Mio. EUR) gelegen. Gegenüber dem Vorquartal habe die Bank ebenfalls ein Minus von rund 50% (Q2 2008: 1.357 Mio. EUR) verbucht. Belastet worden sei der Quartalsausweis durch eine höhere Risikovorsorge (Q3 2008: 971 Mio. EUR; Vj.: 385 Mio. EUR; Q2 2008: 450 Mio. EUR). Hauptgrund für den Anstieg seien Wertberichtigungen auf das Engagement bei Lehman Brothers (233 Mio. EUR) sowie 59 Mio. EUR auf Forderungen gegenüber isländischen Banken gewesen.

Die Gewinnziele seien im Zuge der Berichterstattung nicht mehr bestätigt worden. Diese hätten vorgesehen, dass der Nettogewinn (ohne Gewinne aus Beteiligungsverkäufen) nicht zuletzt wegen der Synergien aus der Integration bis 2009 auf 7 Mrd. EUR steigen solle, was einem Ergebnis je Aktie von 0,57 EUR entsprochen hätte. Die Dividende sollte im Jahr 2009 0,35 EUR betragen, die Eigenkapitalrendite 21% und die Kostenquote 42%. Neue Ziele habe das Unternehmen angesichts des schwierigen Umfelds nicht bekannt gegeben. Gleichwohl sei angekündigt worden, dass für das Geschäftsjahr 2008 keine Bardividende ausgeschüttet werde. Um die Eigenkapitalbasis zu stärken, wolle die Bank stattdessen eine Aktiendividende ausgeben. Durch diesen Schritt werde bis Jahresende 2008 eine Core-Tier-1-Quote von 7,5% bis 8% angestrebt.


Zwar würden die Analysten angesichts der umfangreichen Synergien sowie des geplanten Ausbaus des Vertriebs auch im kommenden Geschäftsjahr mit einer vergleichsweise stabilen Gewinnentwicklung rechnen. Gleichwohl würden sie vor dem Hintergrund der konjunkturellen Abkühlung und der sich merklich verschlechternden Kreditqualität (notleidende Kredite: +22,9% seit Ende 2007) ihre Prognosen [EPS 2008e: 0,37 EUR je Aktie (-3%); 2009e: 0,37 EUR je Aktie (-12%)] reduzieren, zumal die Aktiendividende für 2008 das Ergebnis je Aktie verwässere. Auch für das Geschäftsjahr 2009 würden sie von einer Aktien- statt von einer Bardividende ausgehen.

Zwar sei die Intesa-Sanpaolo-Aktie gemessen am KGV vergleichbarer Banken nur geringfügig niedriger bewertet. Das KGV 2009e von 6,4 liege nur leicht unter dem der Peergruppe (KGV 2009e: 7,3). Gleichwohl würden die Italiener nicht zuletzt aufgrund der erzielbaren Synergien eine stabilere Gewinnentwicklung von 2007 bis 2009 aufweisen. Auch vor dem Hintergrund des nach wie vor ungesättigten italienischen Bankenmarktes sollte sich diese vergleichsweise robuste Entwicklung fortsetzen. Die Analysten würden daher eine deutlich höhere Bewertung für gerechtfertigt halten.

Risiken könnten sich im Fall einer drastischen Verschlechterung der Kreditqualität ergeben, die zu starken Ergebnisbelastungen führen würde. Auch könnten bei anhaltend schwierigen Bedingungen am Kapitalmarkt weitere Maßnahmen zur Stärkung der Eigenkapitalbasis nicht ausgeschlossen werden. Ferner könnten sich die bisher überproportionalen Wachstumsraten in Osteuropa verlangsamen.

Die Analysten von Hauck & Aufhäuser bestätigen die Intesa Sanpaolo-Aktie auf der H&A-Research-Aktien-Select-Liste mit einem Kursziel von 3,00 EUR (altes Kurziel: 5,10 EUR) und empfehlen den Kauf. (Analyse vom 16.12.2008) (16.12.2008/ac/a/a)




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