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Telekom Austria halten 04.12.2008
Raiffeisen Centrobank
Wien (aktiencheck.de AG) - Daniel Damaska, Analyst der Raiffeisen Centrobank, stuft die Telekom Austria-Aktie (ISIN AT0000720008 / WKN 588811) weiterhin mit "halten" ein.
Im Festnetzbereich plane Telekom Austria eine Rückstellungsbildung für 2008e in Höhe von EUR 630 Mio. für 1.250 Beamte. Obwohl durch diese Maßnahme das Festnetz EBITDA in 2009e um rund EUR 35 Mio. entlastet werde, sei nur ein kleinerer Teil Cashflow wirksam (rund EUR 10 Mio.), der auf den Wegfall von Überstundenzahlungen und Ausbildungskosten entfalle. Telekom Austria plane 400 der 1.250 bei vollen Bezügen freigestellten Mitarbeiter in 2009e im Rahmen des freiwilligen Abfertigungsprogramms abzubauen. Für die restlichen freigestellten Mitarbeiter, die das Abfertigungsprogramm nicht in Anspruch nehmen würden, müsste die Regierung einer anderweitigen Verwendung im Bundesdienst zustimmen, die sich derzeit nicht abzeichne.
Zusätzlich nicht vom Management beeinflussbar sei die weitere makroökonomische Entwicklung der Märkte in Osteuropa im Zuge der Rezession. Die Analysten würden mit einer Abwertung des Weißrussischen Rubels von rund 30% in 2009e und in Bulgarien und Kroatien mit einer Verflachung der Neuanmeldungen im Mobilfunkbereich rechnen. Sie würden daher in Summe für den gesamten Telekom Austria-Konzern ein deutlich reduziertes Ergebniswachstumspotenzial in den nächsten zwei Jahren erwarten.
Für 2008e hätten die Analysten ihre Schätzungen im Mobilbereich weitgehend unverändert belassen, im Festnetz dagegen hätten sie die angekündigte Rückstellungsdotierung in Höhe von EUR 630 Mio. berücksichtigt. Im Gegenzug würden sie für 2009e von einer Verbesserung des Festnetz-EBITDA aufgrund verringerter Personalaufwendungen in Höhe von EUR 37 Mio. ausgehen, während sie im Mobilbereich von einer leicht rückläufigen Entwicklung aufgrund der verschlechterten volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen ausgehen würden. In Summe hätten sie den Gruppenumsatz für 2009e von EUR 5.153 Mio. auf EUR 5.094 Mio. und den bereinigten Nettogewinn von EUR 466 Mio. auf EUR 423 Mio. gesenkt.
Zu den positiven Aspekten würden bei Telekom Austria kein externer Finanzierungsbedarf in 2009e aufgrund eines geschätzten operativen Cashflows von rund EUR 1,5 Mrd., gestiegener Marktanteil und verbesserte Margen bei mobilkom austria sowie Gewinnsteigerungspotenzial im Falle einer positiven Lösung der Beamtenfrage mit der Regierung gehören.
Zu den negativen Aspekten würden reduzierte Gewinnerwartungen bei den osteuropäischen Töchtern aufgrund der Rezessionsauswirkungen und potenzielle Abwertung des Weißrussischen Rubel mit entsprechenden negativen Auswirkungen auf den Gewinn der lokalen Tochter Velcom gehören.
Mittels eines gewichteten EV/EBITDA Peer Group Multiples für 2009e für den inländischen und osteuropäischen Unternehmensteil hätten die Analysten ein Kursziel von EUR 11,40 errechnet.
Aufgrund eines Kurssteigerungspotenzials von rund 7% zum Schlusskurs vom 02.12.2008 (EUR 10,69) behalten die Analysten der Raiffeisen Centrobank ihre "halten"-Empfehlung für die Telekom Austria-Aktie bei. (Analyse vom 04.12.2008) (04.12.2008/ac/a/a) Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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