Suche
nach Kursen
 Aktien
 Fonds
 Zertifikate
 Optionsscheine
 Optionen & Futures
nach Artikeln
alle Artikel
nur Analysen
nur News
als Quelle
 
WKN/ISIN/Symbol/Name

Login Depot + Forum
 
Passwort vergessen?


   
Aktuelle Kursinformationen ()
Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
-   -   0 0 % /
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
-   -  
 
 
 

Bouygues neues Kursziel


05.12.2008
Hauck & Aufhäuser

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der Analyst von Hauck & Aufhäuser, Jens Schott, belässt die Bouygues-Aktie (ISIN FR0000120503 / WKN 858821) auf der H&A-Research-Aktien-Select-Liste, senkt aber das Kursziel auf 46,30 Euro.

Das Unternehmen sei konservativ geführt. Der Bouygues-Familie würden 19,1% und den Mitarbeitern weitere 14,4% der Aktien am Unternehmen gehören. Hieraus resultiere eine konservative Unternehmenspolitik. Diese zeige sich auch in der Finanzierung des Unternehmens. Bouygues habe noch im Juli 2008 1 Mrd. Euro refinanziert, um die auslaufenden Bonds im Jahr 2009 bedienen zu können (dann 1,3 Mrd. Euro fällig). In den beiden Folgejahren seien Beträge von knapp über 800 Mio. Euro fällig. Die Rückzahlung erscheine mit einer Kasseposition von 3,6 Mrd. Euro (Ende Q3 2008) und ungenutzten Kreditlinien von 4,4 Mrd. Euro problemlos möglich. Die Liquidität von Bouygues sehen die Analysten von Hauck & Aufhäuser daher als gesichert an.

Die Nettoverschuldung von Bouygues habe per Ende September 2008 bei 5,66 Mrd. Euro gelegen, was dem 1,5-fachen EBITDA entspreche. Dies liege deutlich unter der Verschuldung im Bausektor insgesamt. Das Kredit-Rating von Bouygues ist mit "A-" bei S&P besser als bei den meisten Vergleichswerten.

Bouygues sei auch aufgrund der guten Orderbuchsituation relativ defensiv. In der Bausparte betrage das Orderbuch 137%, in der Straßenbausparte 50% und in der Immobilienentwicklung 121% des für 2008 erwarteten Umsatzes. Das Telekom-Geschäft sei vergleichsweise wenig zyk-lisch.

Die Analysten würden die Niedrigpreisstrategie von Bouygues Telecom für aussichtsreich halten. Das Unternehmen biete seit März 2006 Flat-Rate-Pläne ("Neo"-Dienst) an, die bis Ende 2007 von mehr als 1,5 Mio. Kunden angenommen worden seien. Die großen Wettbewerber seien im oligopolistischen Mobilfunkmarkt in Frankreich darauf bedacht, nicht ihr großes Bestandsgeschäft durch Niedrigpreisangebote zu kannibalisieren. Außerdem seien sie aufgrund der hohen Zahl der Kunden in ihrer freien Netzkapazität beschränkt und hätten wenig Möglichkeiten, aggressive Wachstumspläne zu verfolgen. Bouygues Telecom habe seinen Marktanteil bei Netzwerkumsätzen von 19,0% im ersten Quartal 2006 (Start von Neo) bis Ende 2007 auf 20,1% steigern können. Bis Ende Juni 2008 sei eine weitere Steigerung auf 20,5% gelungen.


Die Kundenzahl sei bis zum Ende des dritten Quartals 2008 auf 9,33 Mio. Kunden gestiegen, von denen hohe 75,5% Vertragskunden gewesen seien. Hiervon würden viele Tarife mit festen Monatsgebühren, die weniger zyklische Risiken beinhalten würden als Tarife mit variablen, nutzungsabhängigen Gebühren nutzen.

Das Unternehmen habe nach Meinung der Analysten die Chance, als kleinster Anbieter weiter Marktanteile zu gewinnen. Ein als Ziel formulierter Marktanteil von 25% würde dem Unternehmen positive Skaleneffekte bescheren und die Marge signifikant verbessern. Bouygues biete nach dem Erwerb von Teilen des Festnetzes von Neuf Cegetel Mobilfunk- und Festnetzdienste aus einer Hand an. Insbesondere Geschäftskunden würden derartige Konvergenzdienste verlangen.

Das Risiko des Markteintritts eines vierten Mobilfunk-Netzbetreibers bestehe weiterhin. Die erheblichen Investitionserfordernisse im derzeit angespannten Kapitalmarktumfeld und der deutliche Vorsprung der existierenden Anbieter seien nach Einschätzung der Analysten aber Hauptgründe dafür, dass sie das Risiko eines vierten Wettbewerbers für geringer denn je halten würden. Eine Versteigerung der Lizenz könnte theoretisch im ersten Quartal 2009 stattfinden. Vor 2010 sei deshalb in jedem Fall nicht mit einem neuen Wettbewerber zu rechnen - genügend Zeit also für die bestehenden Anbieter, ihre Marktposition zu festigen und den Neu-Eintritt eines vierten Wettbewerbers wirtschaftlich uninteressant zu gestalten.

Die Bouygues-Familie habe im September 2008 für 25 Mio. Euro Bouygues-Aktien zu einem Durchschnittskurs von 35,76 Euro erworben. Die Analysten sähen dies als Zeichen der Zuversicht des Managements.

Im historischen Vergleich sei die Aktie auf dem aktuellen, von Rezessionsängsten hervorgerufenen Niveau sehr günstig bewertet. Die gute Marktstellung von Bouygues und die solide Bilanz seien ein deutlicher Wettbewerbsvorteil des Unternehmens. Der Fünfjahres-Durchschnitt des KGV von Bouygues betrage aktuell 12,71, deutlich über dem aktuellen - deutlich gedrückten - Niveau

Die Analysten von Hauck & Aufhäuser belassen die Bouygues-Aktie auf der H&A-Research-Aktien-Select-Liste. Das neue Kursziel laute 46,30 Euro (vorher 58,60 Euro). (Analyse vom 05.12.2008) (05.12.2008/ac/a/a)



Erweiterte Funktionen
Artikel drucken Artikel drucken
Weitere Analysen & News mehr
 

Copyright 1998 - 2026 optionsscheinecheck.de, implementiert durch ARIVA.DE AG