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Georg Fischer "hold"


03.12.2008
Vontobel Research

Zürich (aktiencheck.de AG) - Patrick Laager, Analyst von Vontobel Research, stuft die Georg Fischer-Aktie (ISIN CH0001752309 / WKN 851082) in der aktuellen Ausgabe von "Vontobel Morning Focus" mit "hold" ein.

Der heutigen Ausgabe der Schweizer Handelszeitung zufolge werde Georg Fischer (GF) zunehmend von Giorgio Behr unter Druck gesetzt. Es sei daran erinnert, dass Herr Behr durch seine Investitionsgesellschaft BDS mit Stand vom 27. November über einen Stimmenanteil von 6,36% an GF verfügt habe (211.000 Aktien beziehungsweise 5,15% des Aktienkapitals plus 50.000 Optionen beziehungsweise 1,22% des Aktienkapitals). Insbesondere sei auf Herrn Behrs Position als Aufsichtsratsvorsitzender des führenden deutschen Kfz-Zulieferers ZF Friedrichshafen hinzuweisen. Dies könnte Spekulationen über die zukünftige Entwicklung von GF auslösen.

Gemäß den Statuten von Georg Fischer seien die Stimmrechtsanteile einzelner Aktionäre auf maximal 5% beschränkt. Dadurch werde es einzelnen Gruppen erschwert, die Kontrolle über das Unternehmen zu übernehmen. In der Vergangenheit hätten derartige Einschränkungen allerdings nicht immer die gewünschte Wirkung gezeigt. So sei es Behr, durch sein Unternehmen BBC, trotz solcher Stimmrechtsrestriktionen gelungen Baumgartner zu übernehmen. Außerdem scheine die Übernahme von sia Abrasives durch Bosch immer wahrscheinlicher.


Besonders erwähnenswert sei in diesem Zusammenhang die vor kurzem erfolgte Ernennung von Behr zum Verwaltungsratspräsidenten von ZF Friedrichshafen. ZF Friedrichshafen sei ein führender Automobilzulieferer, spezialisiert auf Antriebswellen- und Chassis-Technologie, mit Sitz nahe der deutsch-schweizerischen Grenze. 2007 habe das Unternehmen einen Umsatz von CHF 19 Mrd. (Anteil Automobilsektor: 85%) und eine EBITDA-Marge von 11,2% ausgewiesen. Die Barmittel hätten CHF 1,9 Mrd. betragen, die Eigenkapitalquote habe bei 38% gelegen. Im Vergleich dazu habe der Umsatz von Georg Fischer CHF 4,5 Mrd. und die EBITDA-Marge 10,6% betragen.

Die Analysten seien der Meinung, dass Herrn Behrs Beteiligung an GF als ein strategischer Schachzug anzusehen sei. Herr Behr gelte als ein sehr berechnender und erfolgreicher Unternehmer. Obwohl keine fundamentalen Impulsgeber vorliegen würden, glaube man, dass Herrn Behrs Beteiligung an GF und seine Position als Aufsichtsratsvorsitzender von ZF Anlass zu Spekulationen geben könnten. Die Überschneidungen von GF und ZF seien relativ geringfügig. Beide seien hochgradig vom Kfz-Markt abhängig und hätten eine ähnliche Kundenstruktur. Man halte GF-Aktien für eine sehr spekulative Anlage. Nach der Gewinnwarnung der vergangenen Woche habe man das Kursziel auf CHF 270 (zuvor: CHF 330) gesenkt.

Die Analysten von Vontobel Research bewerten die Georg Fischer-Aktie mit dem Rating "hold". (Analyse vom 03.12.2008) (03.12.2008/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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