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Datum/Zeit |
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10,10 € |
+0,20 € |
+1,98 % |
17.04/21:55 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| CH0009320091 |
905428 |
- € |
- € |
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Feintool "reduce" 02.12.2008
Vontobel Research
Zürich (aktiencheck.de AG) - Patrick Laager, Analyst von Vontobel Research, stuft die Aktie von Feintool (ISIN CH0009320091 / WKN 905428) in der aktuellen Ausgabe von "Vontobel Morning Focus" weiterhin mit "reduce" ein.
Die heute Morgen veröffentlichten Zahlen würden bestätigen, dass Feintool im Geschäftsjahr 2008 von einem hohen Auftragsbestand profitiert habe, der zu einer positiven Margenverbesserung um etwa 100 Basispunkte auf 6% geführt habe. Die Prognose der Analysten habe auf eine EBIT-Marge von 5,5% gelautet. Man erinnere sich, dass der am 28. Oktober vorgelegte Umsatz von CHF 569 Mio. im Großen und Ganzen den Schätzungen der Analysten entsprochen habe. Der Reingewinn habe sich auf CHF 20 Mio. belaufen, während die Analysten von CHF 16,5 Mio. ausgegangen seien.
Auf den ersten Blick seien das gute Nachrichten. Berücksichtige man jedoch, dass die Auftragszahlen von CHF 554 Mio. erheblich hinter den Erwartungen der Analysten zurückgeblieben seien, so seien die Aussichten düster. Die Analysten stünden der zukünftigen Entwicklung daher eher skeptisch gegenüber.
Feintool könne zweifellos auf ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblicken. Das Unternehmen habe eine positive Entwicklung erreicht, welche die lebhaften wirtschaftlichen Verhältnisse während der ersten drei Quartale reflektiere. Neben einer positiven Umsatz- und Ertragsentwicklung habe Feintool seine Nettoverbindlichkeiten, die vor einem Jahr CHF 88 Mio. betragen hätten, auf CHF 58 Mio. reduziert.
Allerdings hätten sich die Marktbedingungen dramatisch verschlechtert. Die starken Auswirkungen auf die Automobilindustrie (ungefähr 85% des Konzernumsatzes) würden einen hohen Risikofaktor darstellen. Die Automobilmärkte in beinahe allen Regionen weltweit würden vom Konjunkturrückgang getroffen. Kunden würden neue Aufträge zunehmend zurückhalten.
In Anbetracht der Tatsache, dass das Unternehmen mit seiner Fineblanking-Technologie Massenproduktionskomponenten herstelle, würden die Analysten für das Geschäftsjahr 2009 mit einem wesentlich niedrigeren Umsatz mit sich verstärkendem Preisdruck rechnen, und deshalb erwarten, dass die Gewinnmargen um ca. 60 bis 80 Basispunkte zurückgehen würden. Für die Geschäftsführung werde die niedrigere Kapazitätsauslastung eine Herausforderung werden, deshalb müsse sie ihre verhältnismäßig hohen Fixkosten bewältigen.
Feintool erwirtschafte 85% seines Umsatzes mit der Automobilindustrie, mehr als jeder andere börsennotierte Automobilzulieferer der Schweiz. Auf dem zweiten Platz folge Rieter mit etwa 60%. Die Analysten würden daher erwarten, dass die Abkühlung auf den weltweiten Automobilmärkten das Unternehmen überproportional stark belaste. Trotz der niedrigen P/B-Bewertung würden die Analysten wahrscheinlich einen weiteren Rückgang der Bewertungskennzahlen erleben, daher würden sie den Titel meiden. Zwar habe es einige Verbesserungen gegeben, aber der Fremdkapitalbestand in der Bilanz bleibe hoch, und das würden die Analysten unter diesen ungünstigen Bedingungen als klares Risiko einstufen.
Die Analysten von Vontobel Research bestätigen ihr "reduce"-Rating für die Feintool-Aktie bei einem Kursziel von CHF 185. (Analyse vom 02.12.2008) (02.12.2008/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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