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Generali Marketperformer 25.02.2002
Stadtsparkasse Köln
Die Analysten der Stadtsparkasse Köln bewerten die Generali-Aktie (WKN 850312) mit Marketperformer.
Assicurazioni Generali SpA sei die größte Versicherungsgesellschaft Italiens und der drittgrößte Versicherer in Europa. Zu den Kerngeschäftsfeldern zählten Lebens- und Sachversicherungen, wobei etwa 60% der Prämieneinnahmen in der Lebensversicherungssparte anfielen. Von den Beitragseinnahmen würden 31% in Italien, 27,7% in Deutschland und 14,8% in Frankreich erzielt. Generali halte 64,9% an der Tochter AMB Generali.
Der Gewinn von Generali habe sich nach vorläufigen Zahlen in 2001 gegenüber dem Vorjahr geringfügig auf 1,1 Mrd. Euro verringert. Ohne Sonderabschreibungen von 100 Mio. Euro auf den größten argentinischen Versicherer Caja de Ahorro, an dem Generali 47,5% halte, hätte das Ergebnis in 2001 leicht über dem Vorjahresniveau gelegen. Die Prämieneinnahmen seien in 2001 um 4,7% auf ein Rekordniveau von 45 Mrd. Euro gesteigert worden. Im Lebensversicherungsgeschäft seien die Beitragseinnahmen um 4,6% auf 27,5 Mrd. Euro erhöht worden, im Schaden-/Unfallbereich hätten sich die Beitragseinnahmen um 4,9% auf 17,5 Mrd. Euro erhöht.
Die Zahlen hätten unter den Analystenerwartungen gelegen. Auch die Eigenkapitalrendite habe mit 12,6% unterhalb der Erwartungen von 15% gelegen. Per 30.09.01 habe die Combined Ratio bei 105,5% und die Kapitalanlagen bei 195,8 Mrd. Euro gelegen (davon 51% Obligationen, 17,7% Aktien und Fonds, 6,9% Immobilien). Die Gewinne aus Kapitalanlagen hätten sich in den ersten 9 Monaten auf 1,4 Mrd. Euro mehr als halbiert.
Generali werde den Multikanalvertrieb von Versicherungs- und Bankprodukten über ihre italienische Bankentochter Banca Generali intensivieren. Bis 2004 sollten 1 Mio. Neukunden gewonnen werden. Banca Generali werde sich künftig auf die Vermögensverwaltung fokussieren. Ziel sei es, den Marktanteil am italienischen Vermögensverwaltungsmarkt bis 2004 auf 10% zu verdoppeln. In Zukunft sollten Kunden auch über ein neu geschaffenes Portal (GenerteiOnLine) verstärkt über das Internet und Call Center angesprochen werden.
Der ursprünglich geplante Börsengang für die Banca Generali sei zwischenzeitlich verschoben worden. Die deutsche Tochter AMB Generali sei Nr. 3 in Deutschland und Marktführer im Bereich fondsgebundene Lebensversicherungen. AMB Generali verfüge über hervorragende Vertriebskanäle, die sich aus AMB, der Commerzbank, DVAG, COSMOS und dem Otto-Versand zusammensetzten. Insbesondere die Kooperation mit der Commerzbank sei sehr erfolgreich. Die Beteiligung der Müchener Rück an der Commerzbank (gut 10%) habe allerdings Befürchtungen Auftrieb gegeben, dass Generali langfristig in Deutschland ohne einen wichtigen Bank-Vertriebspartner dastehen könnte.
Generali werde den im Jahr 1999 akquirierten römischen Versicherer Ina vollständig eingliedern und damit die in 2000 eingeleitete Neuordnung abschließen. Zugleich solle durch eine Umsetzung von Kosteneinsparprogrammen die Profitabilität verbessert werden. Die Ina-Lebensparte werde ausgegliedert und in eine neu zu gründende Gesellschaft, Ina Vita, übertragen.
Generali habe nach der Übernahme von Ina eine marktführende Stellung eingenommen. Mit Marktanteilen von 33 Prozent bei Leben bzw. 19 Prozent bei Schaden/Unfall sei Generali mit Abstand Marktführer in Italien. Auch in Österreich und der Schweiz habe sich der Konzern als zweitgrößter Anbieter etabliert. Gemeinsam mit der australischen Lend Lease Corporation sei eine Immobiliengesellschaft namens Generali Lend Lease (GLL) gegründet worden. Die Gesellschaft fokussiere sich auf die Bildung von Fonds für institutionelle europäische Investoren. Generali verwalte in Europa Immobilien im Wert von 11,4 Mrd. Euro.
Generali sei in Italien und Deutschland im Markt für private Altersvorsorge sehr gut positioniert, leide jedoch aktuell unter dem schwachen Börsenumfeld.
Die Experten der Stadtsparkasse Köln bestätigen ihre Marketperformer-Einschätzung für Generali.
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