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Berkshire Hathaway "strong buy"


12.02.2002
Morgan Stanley Dean Witter

Die Investmentbanker von Morgan Stanley Dean Witter raten den Anlegern unverändert dazu, die Aktie des multinationalen Mischkonzerns Berkshire Hathaway (WKN 900567), dessen Schwerpunkt auf dem Versicherungssektor liegen würde, aggressiv zu kaufen.

Die einfache, aber wirksame Strategie von Berkshire Hathaway, die das Unternehmen mit großer Disziplin umsetzen würde, sei die rasche Steigerung des Buchwertes pro Aktie. Im historischen Mittel sei es dem Konglomerat dabei gelungen, den Buchwert pro Aktie um jährlich 24% zu steigern. Auch in Zukunft würden die Analysten eine Wachstumsrate von 500 Basispunkten über dem Marktdurchschnitt für realistisch halten. Das Unternehmen könnte über enorme finanzielle Reserven verfügen, allein der Wert des Investmentportfolios würde derzeit bei 72 Mrd. US-Dollar liegen und es würden Bargeldreserven von 20 – 25 Mrd. US-Dollar zur Verfügung stehen. Die Enge Kooperation zwischen Management und Aktionären sei eine besondere Stärke von Berkshire Hathaway, die allerdings unter dem geplanten Rücktritt des charismatischen Warren Buffet leiden könnte.

Die Experten würden das Wertpapier bei einem Kurs von 70.000 – 75.000 US-Dollar als attraktive Kaufgelegenheit betrachten, da der Aktie ein reeller Wert von bis zu 95.000 US-Dollar innewohnen würde. In Zeiten der boomenden Konjunktur hätte sich die Aktie als Underperformer erwiesen und eben darum sei nun davon auszugehen, dass sich das Wertpapier in der jetzigen Rezession als Outperformer erweisen könnte. Die Bilanz von Berkshire Hathaway sei weniger von deflationären Risiken betroffen, als dies beim Marktdurchschnitt der Fall sei und die Fähigkeit des Konglomerats, in Zeiten konjunkturellen Abschwungs Betriebe zu einem Preis unterhalb des tatsächlichen Vermögenswertes zu übernehmen sei äußerst ausgeprägt. In diesem Zusammenhang sei Berkshire nach Ansicht der Analysten zu einem der weltweit am meisten gefragten Partner bei Übernahmen, Finanzierungen und Transaktionen avanciert. Dabei würde dem Management allein aufgrund seines guten Leumunds größtes Vertrauen entgegengebracht. Es sollte dem Unternehmen daher gelingen, seine enorme Schubkraft in Verbindung mit seinen Kapitalreserven und seiner Liquidität einzusetzen, um in nächster Zeit von den sich bietenden Gelegenheiten zu Investition und Wachstum zu profitieren. Das EPS des Konglomerats würde im Geschäftsjahr 2002 bei 2.200 US-Dollar erwartet.

Aus diesen Fakten leiten die Börsenspezialisten von Morgan Stanley ihre Empfehlung an die Investoren ab, die Aktie von Berkshire Hathaway aggressiv zu kaufen.


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