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Austrian Airlines verkaufen


07.11.2008
Erste Bank

Wien (aktiencheck.de AG) - In dem neuen Company Report von dieser Woche hat Martina Valenta, Analystin der Erste Bank, das Kursziel auf EUR 2,10 (zuvor EUR 4,80) gekürzt und ihre "verkaufen"-Empfehlung für die Aktie von Austrian Airlines (ISIN AT0000620158 / WKN 875224) bestätigt.

Aufgrund der großen Unsicherheit der weiteren Entwicklung stelle ihr Kursziel einen gewichteten Durchschnitt möglicher Szenarien dar. Am wahrscheinlichsten sei, wie von Lufthansa und S7 gefordert, dass die ÖIAG EUR 500 Mio. zwecks Schuldenreduktion zuschieße und die Lufthansa als der aussichtsreichste Käufer kein Pflichtangebot an die Streubesitzaktionäre stelle und diese somit weiter an der Fluglinie beteiligt bleiben würden.


Die Geldspritze könnte aus Sicht der Analysten entweder mittels Kapitalerhöhung oder durch Partizipationskapital erfolgen. Bei einer Kapitalerhöhung zum Mindestkurs von EUR 3 durch die ÖIAG würde es zu einer massiven Verwässerung des Streubesitzes kommen (DCF-Wert gemäß den Berechnungen der Analysten von EUR 1,30). Diesen Verwässerungseffekt könnte man mit Partizipationskapital vermeiden, wodurch sich auch ein höherer DCF-Wert von EUR 3,85 ergebe.

Das Best Case-Szenario wäre sicher ein Pflichtangebot (Sechs-Monats-Durschnittskurs derzeit bei EUR 4,25 mit fallender Tendenz), was die Analysten jedoch als unwahrscheinlich erachten würden. Der schlechteste Ausgang wäre ein Abbruch des Privatisierungsprozesses. In diesem Fall bräuchte das Unternehmen auf jeden Fall 2009 frisches Kapital. Für die Analysten würden derzeit eindeutig die Abwärtsrisiken überwiegen, sodass sie unverändert von Investments in die Aktie abraten würden.

Die Analysten der Erste Bank raten die Austrian Airlines-Aktie weiterhin zu verkaufen. (Analyse vom 07.11.2008) (07.11.2008/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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