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Peugeot von H&A-Res.-Select-Liste gestrichen 06.11.2008
Hauck & Aufhäuser
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der Analyst von Hauck & Aufhäuser, Jens Schott, streicht die Aktie von Peugeot (ISIN FR0000121501 / WKN 852363) von der H&a-Aktien-Research-Select-Liste.
Das Unternehmen sei aufgrund seiner Abhängigkeit vom westeuropäischen Absatzmarkt (68% Absatzanteil im Jahr 2007) von der im Mai begonnenen und sich weiter verschärfenden Krise der europäischen Absatzmärkte besonders stark betroffen. Aufgrund der Belastungen der Immobilien- und Kreditkrise habe sich das Umfeld in den vergangenen Monaten weiter stark eingetrübt. Per September 2009 habe das Minus beim Absatz in Westeuropa auf annualisierter Basis rund 4% J/J betragen. Insbesondere der für Peugeot wichtige Absatzmarkt in Frankreich (Absatzanteil 23%) habe sich im Oktober weiter abgeschwächt (-7,3% J/J). Die Analysten würden für das Jahr 2009 mit einem sehr schwierigen Umfeld für die Automobilwirtschaft rechnen.
Dies liege zum einen an der Kreditklemme, die Autofinanzierung und Leasing behindere. Da im Schnitt rund 63% aller Neuwagenverkäufe europäischer Hersteller durch Kreditfinanzierung und Leasing zustande kommen würden, sei eine anhaltende Kreditklemme bedrohlich für die Absatzentwicklung. Allein ein Ausfall der Finanzierungen durch konzernfremde Gesellschaften um 50% könne den Absatz um 20% schrumpfen lassen. Auch bei der Refinanzierung der Finanzsparten seien erhebliche Risiken vorhanden. Bei Peugeot würden im Jahr 2009 3,3 und im Jahr 2010 4,2 Mrd. Euro an Schulden in der Finanzierungssparte fällig. Der 5J-Credit Default Swap von Peugeot habe sich gegenüber dem Vorjahr um 221 Basispunkte auf 263 Basispunkte ausgeweitet. Dies werde die Kreditkosten in den kommenden beiden Jahren vermutlich im hohen zweistelligen Millionenbereich belasten.
Ebenfalls sehr negativ für Peugeot sei die Entwicklung des britischen Pfundes zum Euro, welches gegenüber dem Vorjahr 16% niedriger notiert. Der Absatzanteil von Peugeot in Großbritannien habe 2007 8,5% betragen, so dass - auch aufgrund einer zu zögerlichen Hedging-Politik von Peugeot - mit negativen Währungseffekten zu rechnen sei. Bei den Q1-Zahlen seien die Währungsverluste mit 35 Mio. Euro pro einprozentiger Abschwächung des Pfundes beziffert worden. Die Belastung könnte sich nach Ansicht der Analysten also auf rund 560 Mio. Euro belaufen.
Peugeot habe bei Vorlage der Q3-Umsatzzahlen den Markt deutlich negativ überrascht. Das Unternehmen rechne für das laufende Jahr mit einem Absatzminus von 3,5% (vorher erwartet +5%) und einer operativen Marge von 1,3% (vorher erwartet 3,5%). Vor diesem Hintergrund hätten die Analysten die Schätzungen für Peugeot deutlich revidiert. Man rechne für das laufende Jahr mit einem Umsatzrückgang um 2,5%. Das Jahr 2009 dürfte nach Ansicht der Analysten für die gesamte Branche sehr schwierig werden. Man rechne mit einem Umsatzminus von 11,7% bei Peugeot, wobei hier nicht Worst-Case-Annahmen eines Rückgangs des Marktes um 20% in Gesamt-Westeuropa zugrunde liegen würden. Derart schwierige Absatzmärkte erwarte man lediglich in UK, Spanien und Frankreich.
Somit gehe man für das Jahr 2008 von einer EBIT-Marge von 0,9% und für 2009 von -0,1% aus. Peugeot werde bereits im vierten Quartal 2008 die Produktion massiv kürzen. Das Unternehmen sei hier proaktiv in Erwartung eines schwachen Jahres 2009. Dennoch würden die von den Analysten erwartete Schwäche des Absatzmarktes und die Stärke der externen Belastungsfaktoren (Refinanzierung, Währung) das Ergebnis weiter belasten. Man rechne daher auch 2009 mit einem fallenden Ergebnis. Das EBIT werde laut der Prognose der Analysten negativ sein. Für das Jahr 2008 gehe man von einem bereinigten EPS von 1,83 Euro und für 2009 von 0,66 Euro aus. Vor diesem Hintergrund nutze man die jüngste Erholung der Aktie zum Verkauf. Mit einem KGV von 31 für 2009 sei die Aktie unserer Meinung nach hoch bewertet. Die Automobilkonjunktur in Westeuropa dürfte nach Ansicht der Analysten bis 2010 schwach bleiben. Nach Meinung der Analysten sei es daher zu früh, diese Erholung mit steigenden Automobilaktien zu antizipieren. Bei der Bewertung nach Preis/Buchwert sei die Aktie günstig bewertet. Dies sei allerdings seit langer Zeit der Fall und könne sich erst als Kaufargument für die Aktie erweisen, wenn Anzeichen einer Stabilisierung der Automobilkonjunktur gegeben seien. Dies erwarte man frühestens gegen Ende des nächsten Jahres.
Die Analysten von Hauck & Aufhäuser streichen die Aktie von Peugeot von der H&A-Research-Aktien-Select-Liste und empfehlen den Verkauf. (Analyse vom 06.11.2008) (06.11.2008/ac/a/a)
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