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ABB Neuaufnahme auf H&A-Res.-Select-Liste 06.11.2008
Hauck & Aufhäuser
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der Analyst von Hauck & Aufhäuser, Alexander Rummler, nimmt die Aktie von ABB (ISIN CH0012221716 / WKN 919730) auf die H&A-Research-Aktien-Select-Liste.
ABB habe am 23. Oktober 2008 die Ergebnisse für das 3. Quartal 2008 bekannt gegeben, die aufgrund des nur leicht gewachsenen Auftragseingangs (+1%; währungsbereinigt: +7%) und des verhaltenen Ausblicks für 2009 insgesamt enttäuscht hätten. Der Auftragseingang habe mit 8,9 Mrd. USD unter den Markterwartungen von 9,6 Mrd. USD gelegen, was unter anderem auf einen Rückgang bei Großaufträgen (Volumen > 15 Mio. USD) im Segment Energietechnik-Systeme und Prozessautomation zurückzuführen sei. Der Anteil der Großaufträge liege bei 11% des gesamten Auftragvolumens (Vj. 17%), was dem niedrigsten Stand seit mehr als zwei Jahren entspreche.
Die Analysten würden erwarten, dass rund 70% des Auftragsbestands von 27 Mrd. USD (+23%) 2009 als Umsätze realisiert werden könnten (historisch: 55% bis 60%). Bislang sei es nach Unternehmensangaben zu keinen Auftragsstornierungen gekommen, auch in den vergangenen Jahren habe ABB in rezessiven Phasen keine umfangreichen Stornierungen erlebt. Die relative Sicherheit des Auftragbestandsvolumens zeige sich aus Sicht der Analysten auch an der Höhe der Kundenanzahlungen i. H. v. 2,3 Mrd. USD.
Auf Konzernebene sei ein EBIT von 1,3 Mrd. USD erwirtschaftet (+25%) worden, die Rendite auf das eingesetzte Kapital (Return on Capital Employed) sei dadurch von 28% im Vorjahr auf 34% gestiegen. Mit dem Eintritt des neuen, sehr akquisitionserfahrenen CEO Hogan sei vom Markt teilweise befürchtet worden, dass von ABB vor dem Hintergrund der hohen Nettoliquidität i. H. v. 4,8 Mrd. USD größere Akquisitionen (mit entsprechenden Integrationsrisiken) geplant seien. Von diesem Ziel scheine ABB sich zuletzt verabschiedet zu haben und gegenwärtig nur noch relativ kleine Akquisitionen in Q4 2008 und Q1 2009 zu beabsichtigen.
Insgesamt würden die Analysten für das Geschäftsjahr 2008 einen Umsatzanstieg von 19% erwarten, wobei der Großteil des Wachstums aus dem Umsatzwachstum der ersten neun Monate des Geschäftsjahres stamme (Wachstum des kumulierten 9-Monatsumsatzes: +26% ggü. Vj). Für Q4 2008 erwarte man mit einem leichten Umsatzanstieg (+2,5% ggü. Vj.) einen Konzernumsatz auf dem Niveau des Vorquartals. Bei der EBIT-Marge gehe man von einem Rückgang von 14,7% im Vorquartal auf 14,6% aus (Q4 2007: 13,3%).
ABB gebe gegenwärtig keine Prognose für die kurzfristige Entwicklung, da die Auswirkungen der Finanzmarktkrise auf die Entwicklung der Absatzmärkte noch zu unklar seien. Die seit 2007 bestehenden mittelfristigen Unternehmensziele seien bislang nicht verändert worden. Diese würden ein Umsatzwachstum von durchschnittlich 8% bis 11% pro Jahr bis 2011 (ohne Akquisitionen und Portfoliobereinigungen) vorsehen, das entspreche dem Doppelten des erwarteten Marktwachstums und dem dreifachen GDP-Wachstum. Die EBIT-Marge solle zwischen 11% und 16% liegen (ABB liege 2008 mit einem erwarteten Margenniveau von 15,4% bereits am oberen Ende dieses Zielkorridors). Das durchschnittliche EPS-Wachstum solle bei 15% bis 20% pro Jahr liegen und die Rendite auf das eingesetzte Kapital (Return on Capital Employed, nach Steuern) solle bei über 30% im Jahr 2011 (Q3 2008: 34%) liegen.
Die EPS-Prognose der Analysten liege mit 1,65 USD pro Aktie (verwässert) unter dem Konsensus (Quelle: Reuters), den man mit einem Median von 1,69 USD pro Aktie für zu ambitioniert halte. Die Konsensschätzungen hätten sich nach der Bekanntgabe der Quartalszahlen für das 3. Quartal von 1,78 USD pro Aktie auf 1,69 USD pro Aktie zwar deutlich in Richtung des von den Analysten prognostizierten Niveaus bewegt, würden jedoch aus Sicht der Analysten die zuletzt deutlich eingetrübten Konjunkturperspektiven weder für 2008 noch für 2009 ausreichend widerspiegeln. Für 2009 erwarte man mit der EPS-Prognose von 1,39 USD pro Aktie ebenfalls ein unter dem Konsensusniveau von 1,53 USD pro Aktie liegendes Ergebnisniveau. Auch für die Konsensschätzungen für das Jahr 2009 sei ein deutlicher Rückgang innerhalb eines Monats erkennbar von 1,94 USD pro Aktie auf 1,53 USD pro Aktie.
Nach der Bekanntgabe der Q3-2008-Zahlen am 23. Oktober 2008 sei die ABB-Aktie aufgrund des enttäuschenden Ausblicks um 18% auf ein Zweijahrestief gefallen und habe auch in den folgenden Tagen aufgrund der Rücknahme der Ergebnisprognosen der Analysten schwächer tendiert. Seit dem 28. Oktober sei jedoch wieder eine Erholung der ABB-Aktie analog der Entwicklung des DJ Stoxx Industrial Goods & Services feststellbar. Seit Jahresbeginn 2008 sei die ABB-Aktie um 49% gefallen, dies entspreche einem ähnlichen Rückgang wie bei den Aktien der Vergleichsunternehmen (Siemens: -54%, Schneider: -46%). Damit hätten sich die Aktien von ABB und den Vergleichsunternehmen insgesamt vergleichbar entwickelt wie der DJ Stoxx Industrial Goods & Services, der im gleichen Zeitraum um 42% gefallen sei (DJ Stoxx 600: -36%).
Die Analysten von Hauck & Aufhäuser nehmen die ABB-Aktie mit einem Kursziel von 19,83 CHF auf die H&A-Research-Aktien-Select-Liste auf und empfehlen den Kauf. (Analyse vom 06.11.2008) (06.11.2008/ac/a/a)
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