Suche
nach Kursen
 Aktien
 Fonds
 Zertifikate
 Optionsscheine
 Optionen & Futures
nach Artikeln
alle Artikel
nur Analysen
nur News
als Quelle
 
WKN/ISIN/Symbol/Name

Login Depot + Forum
 
Passwort vergessen?


   
Aktuelle Kursinformationen ()
Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
-   -   0 0 % /
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
-   -  
 
 
 

SMARTRAC abwarten


05.11.2008
TradeCentre.de

Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "TradeCentre.de" raten bei der Aktie von SMARTRAC (ISIN NL0000186633 / WKN A0JEHN) nach wie vor abzuwarten.

Im Juni hätten die Experten bereits vor der Aktie von SMARTRAC gewarnt. Grund sei einerseits eine mögliche Gewinnwarnung gewesen, die prompt eingetroffen sei und eine viel zu hohe Bewertung. Seit dem Verkaufshinweis der Experten habe sich das Papier inzwischen mehr als halbiert. Seit dem IPO zu Kursen von 18 Euro ebenfalls nahezu halbiert. Folge nun eine weitere Gewinnwarnung? Einst habe CEO Christian Fischer einen Umsatz von 126 Millionen Euro bei einem EBITDA von über 33 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Mitte Juli habe der Vorstand nunmehr die Prognose reduziert und bei Einnahmen von 124 Millionen Euro ein EBITDA 27 Millionen Euro versprochen. Diese Prognose habe darauf basiert, dass das zweite Halbjahr stärker verlaufe als die erste Jahreshälfte.

Um die Ziele zu erfüllen, müsse es in der zweiten Jahreshälfte regelrecht krachen. Nach sechs Monaten seien Einnahmen von knapp 50 Millionen Euro verbucht worden. Das EBITDA habe bei 11,5 Millionen Euro gelegen. Unterm Strich habe der Überschuss knapp 8,2 Millionen Euro oder 62 Cent je Aktie betragen. Noch in der ersten Jahreshälfte 2007 habe das EPS bei 69 Cent gelegen. Analysten würden im Schnitt für das Gesamtjahr einen Gewinn je Aktie von 1,33 Euro erwarten. Man schätze, dass Fischer erneut die Ziele kassieren müsse und somit die Erwartungen wiederum verfehle. Zumindest aus eigener Kraft werde SMARTRAC die Ziele nicht erreichen.


Vor kurzem habe sich der Firmenchef jedoch die Sokymat Automotive GmbH von der schweizerischen Swatch Group unter den Nagel gerissen. Seltsam an dem Deal: SMARTRAC habe 75 Prozent an der Gesellschaft gekauft und Manfred Rietzler, CTO von SMARTRAC, habe sich die restlichen 25 Prozent der Anteile gekauft. Die Experten seien gespannt, ob Rietzler diesen Anteil früher oder später wieder an SMARTRAC weiterreiche. Sokymat sei im Markt für RFID-Komponenten für die Automobilbranche tätig. Das Unternehmen produziere außerdem RFID-Inlays und -Discs, die in den Bereichen Industrie, Logistik, Wäscherei, Tierkennzeichnung und Wissenschaftsanwendungen eingesetzt würden. Ob der Kauf des Unternehmens angesichts einer strauchelnden Automobilbranche so clever gewesen sei, werde sich erst noch zeigen.

Neben vielen uninteressanten Details habe SMARTRAC in der Meldung zur Übernahme jedoch keinen Satz über den Zeitpunkt der Konsolidierung, Umsatz- und Ertragszahlen für das Jahr 2007 und Erwartungen für 2008 geschweige denn den Kaufpreis berichtet. Laut Analysten setze der Zukauf in diesem Jahr 26 Millionen Euro um und arbeite mit einer EBIT-Marge von 13,5 Prozent anständig. Das gesamte Unternehmen solle laut Analysten 35 Millionen Euro gekostet haben. Damit dürfte Fischer vermutlich die ganze Kriegskasse auf den Putz gehauen haben. Gut für SMARTRAC an der Übernahme sei allerdings, dass, je nach Zeitpunkt der Konsolidierung, die Umsatz- und EBITDA-Prognose doch noch erreicht werden könne.

Nach dem Kurssturz werde SMARTRAC an der Börse noch immer mit recht sportlichen 130 Millionen Euro kapitalisiert. Der Buchwert habe per Ende Juni bei rund 90 Millionen Euro gelegen. Das entspreche einem Kurs von 6,87 Euro. Ziehe man jedoch vom Buchwert noch die immateriellen Vermögenswerte ab, reduziere sich dieser nochmals erheblich. Nach dem Crash an den Börsen gebe es zahlreiche spannende Unternehmen. Ob SMARTRAC dazu zähle, werde der Bericht für das dritte Quartal zeigen. Sollte die Prognose aus organischem Wachstum erneut reduziert werden, habe Fischer vermutlich endgültig das Vertrauen verspielt.

Die Experten von "TradeCentre.de" raten unverändert bei der Aktie von SMARTRAC abzuwarten und im Vorfeld der Berichterstattung nicht zu kaufen. (Analyse vom 05.11.2008) (05.11.2008/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




Erweiterte Funktionen
Artikel drucken Artikel drucken
Weitere Analysen & News mehr
 

Copyright 1998 - 2026 optionsscheinecheck.de, implementiert durch ARIVA.DE AG