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Austrian Airlines verkaufen 31.10.2008
Erste Bank
Wien (aktiencheck.de AG) - Martina Valenta, Analystin der Erste Bank, stuft die Aktie von Austrian Airlines (ISIN AT0000620158 / WKN 875224) nach wie vor mit "verkaufen" ein.
Diese Woche sei beschlossen worden, die Braut Austrian Airlines mit EUR 500 Mio. an Schuldenerlass oder einer Kapitalzufuhr für ihren zukünftigen Partner herauszuputzen und die Werbefrist bis Ende des Jahres zu verlängern. Verhandelt werde nun nur noch mit der Deutschen Lufthansa, die als einzige eine verbindliche Offerte abgegeben habe, sowie der russischen S7. Zwischenzeitlich müsse die Regierung auch eine EU-Genehmigung für die Kapitalspritze einholen.
Diese Woche habe die Austrian Airlines auch ihre Q3-Zahlen veröffentlicht, die erwartungsgemäß schlecht ausgefallen seien. Im stärksten Reisequartal sei die Austrian Airlines aufgrund der um 60% angestiegenen Treibstoffkosten mit EUR -17 Mio. in die Verlustzone gerutscht (Vorjahr: Überschuss von EUR 29 Mio.). Somit würden sich die Verluste in den ersten drei Quartalen auf rund EUR 66 Mio. summieren. Der Ausblick auf einen Verlust vor Sondereffekten von EUR -100 Mio. bis EUR -125 Mio. sei bestätigt worden.
Mit der einzig verbindlichen Offerte habe die Deutsche Lufthansa nach Meinung der Analysten die besten Karten in den Verhandlungen in der Hand. Wie letzte Woche bereits erwähnt, wolle die Deutsche Lufthansa die Mehrheit an der Austrian Airlines und müsste somit ein Pflichtangebot an die Aktionäre legen, was derzeit etwas über EUR 4 liege.
In einem Zeitungsartikel sei jedoch spekuliert worden, dass sich die Deutsche Lufthansa von einem Pflichtangebot entbinden lassen wolle, da sie die Austrian Airlines zu Sanierungszwecken übernehme. In dem nach wie vor angespannten Umfeld am Kapitalmarkt und der Flugindustrie bestehe auch nach wie vor die Möglichkeit, dass die Verhandlungen scheitern würden.
Der Markt scheine daher nach Meinung der Analysten diese beiden Downside-Szenarien wahrscheinlicher einzuschätzen als ein Pflichtangebot von über EUR 4, sodass der Kurs bei rund EUR 3 in einer Wartestellung verharre und nicht auf EUR 4 steige.
Die Schätzungen und das Kursziel der Analysten der Erste Bank sind derzeit in Überarbeitung, sie behalten die "verkaufen"-Empfehlung für die Austrian Airlines-Aktie jedoch aufrecht. (Analyse vom 31.10.2008) (31.10.2008/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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