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Merck & Co. kaufen


29.10.2008
Raiffeisen Centrobank

Wien (aktiencheck.de AG) - Die Analysten der Raiffeisen Centrobank, Connie Schürmann und Helge Rechberger, stufen die Aktie von Merck & Co. (ISIN US5893311077 / WKN 851719) unverändert mit "halten" ein.

Auch dieser Quartalsbericht (wie schon der letzte) sei hinter den Erwartungen zurückgeblieben, wobei insbesondere die Qualität des Berichts nicht überzeugt habe. Zwar sei der Gewinn pro Aktie besser gewesen, dies sei allerdings vor allem durch eine niedrigere Anzahl von Aktien getrieben gewesen. Der Umsatz sei schwächer gewesen und außer Januvia und Janumet (gegen Diabetes) seien die wichtigen Medikamente hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Positiv zu werten sei aus Kapitalmarktsicht das umfangreiche Restrukturierungsprogramm, wobei die Einsparungen in der Forschung nicht nachhaltig seien.


Gardasil, der Impfstoff gegen Gebärmutterhalskrebs, der bis vor kurzem noch als der Wachstumstreiber des Unternehmens gegolten hätte, habe wieder schlecht abgeschnitten. Zwar sei der Umsatz im Jahresvergleich um zwei Prozent gestiegen, aber allein in den USA um 16% eingebrochen. Außerdem habe der Konkurrent GlaxoSmithKline (mit Cervarix) höher als erwartete Umsätze in Europa berichtet. In Kürze würden Interimsresultate aus einer Studie mit einem Impfstoff gegen Antibiotikaresistenz erwartet, dieser Impfstoff werde in Kooperation mit der österreichischen Biotechnologiefirma Intercell entwickelt. Die Studie sei aber sehr riskant, die Erwartungen seien daher sehr niedrig.

An den Gründen für die Herabstufung der Aktie letztes Quartal habe sich nichts geändert. Die Umsätze für den Impfstoff Gardasil hätten sich nicht wieder erholt. Auch Vytorin (Kombinationspräparat gegen zu hohen Cholesterinspiegel) verliere weiter Umsätze. Nur Januvia (Diabetesmedikament) halte sich gut. Die Umsätze des Konzerns würden stagnieren, Konkurrenz durch Generika drohe auch mittelfristig und die Ergebnisse aus der klinischen Forschung hätten in letzter Zeit enttäuscht.

Allerdings ist die Merck & Co.-Aktie im Vergleich nicht teuer, daher bleiben die Analysten der Raiffeisen Centrobank bei ihrer "halten"-Einschätzung. (Analyse vom 29.10.2008) (29.10.2008/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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