Suche
nach Kursen
 Aktien
 Fonds
 Zertifikate
 Optionsscheine
 Optionen & Futures
nach Artikeln
alle Artikel
nur Analysen
nur News
als Quelle
 
WKN/ISIN/Symbol/Name

Login Depot + Forum
 
Passwort vergessen?


   
Aktuelle Kursinformationen ()
Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
-   -   0 0 % /
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
-   -  
 
 
 

Walgreen Aktie der Woche


20.02.2002
Investor-Village

Walgreen (WKN 855826) ist die Nummer eins im Pharmaziegeschäft in den USA, so die Analysten von "Investor-Village".

Die Konkurrenz verfüge zwar über mehr Filialen, das Unternehmen sei aber gemessen an Umsatz und Profitabilität der Branchenbeste. Das Unternehmen aus Deerfield, Illinois, verkaufe vor allem verschreibungspflichtige Medikamente. Die demographische Entwicklung verspreche hier einen wachsenden Markt. Die durchschnittliche Lebenserwartung der Menschen in den entwickelten Gesellschaften steige, und ältere Menschen hätten einen höheren Verbrauch an Medikamenten als junge.

Der Bereich der verschreibungspflichtigen Medikamente habe einen Anteil von 58 Prozent am Walgreen-Umsatz, mit steigender Tendenz. Die nicht-verschreibungspflichtigen Medikamente würden ca. 12 Prozent zum Umsatz beitragen. Außerdem verkaufe das Unternehmen Drogerie-Artikel (Anteil ca. 23%) sowie Lebensmittel und Getränke (7%).

Walgreen organisiere den Verkauf über 3.623 Geschäfte in den USA und Puerto Rico. Kunden könnten die Produkte auch per Telefon und Internet bestellen. Das Unternehmen besitze drei eigene Post-Stationen, das Vertriebsnetzwerk bestehe aus neun Distributionszentren.

Das Unternehmen sehe sich einem harten Wettbewerb ausgesetzt. Walgreen konkurriere mit den Ketten von CVS, Rite Aid und Eckerd sowie mit unabhängigen Drogeriebetreibern. Die Nummer zwei im Markt sei CVS Corp. Das Unternehmen habe im vergangenen Jahr mit 4.150 Geschäften 22,2 Mrd. US-Dollar Umsatz erlöst, also 5,36 Mrd. US-Dollar pro Store. Walgreens Filialen würden im Schnitt 7 Mrd. US-Dollar erwirtschaften. Der Qualitätsunterschied werde im Vergleich der Nettomargen deutlicher. CVS behalte von einem Dollar Umsatz 1,9 US-Cents in der Kasse. Bei Walgreen sei der Wert fast doppelt so hoch mit 3,6 US-Cents.


Die Walgreen-Aktie koste derzeit 38 US-Dollar. Der 52-Wochen-Bereich liege zwischen 28,70 US-Dollar und 45,29 US-Dollar. Bei 1,03 Mrd. ausstehenden Aktien betrage die Marktkapitalisierung 39 Mrd. US-Dollar.

Die Geschäftszahlen zum ersten Quartal 2002 (Geschäftsjahresende 31. August) würden deutliche Steigerungsraten aufweisen. Der Umsatz sei um 16,8% von 5,6 auf 6,6 Mrd. US-Dollar gestiegen. Der Umsatzzuwachs der Geschäfte, die seit mindestens einem Jahr geöffnet seien, betrage 10,7%. Der Gewinn habe von 158 auf 186 Mio. US-Dollar zugelegt (+17,7%). Das Unternehmen habe 134 neue Stores eröffnet. Bis zum Geschäftsjahresende sollten es 475 sein. Außerdem seien drei neue Distributionszentren im Bau.

Walgreen plane den Betrieb von mehr als 6.000 Geschäften bis zum Jahr 2010. Ein großer Teil der Investitionen solle in den Ausbau des Distributionsnetzwerks und in Technologie investiert werden. Der Einzelhandels-Riese und Weltmarktführer Wal-Mart arbeite nicht zuletzt durch die Nutzung von Informationstechnologie effizienter als seine Konkurrenz.

Die notwendigen Finanzmittel zur Expansion habe Walgreen bislang vor allem mit dem eigenen Cash Flow erwirtschaftet. Jedoch hätten sich die Sachinvestitionen im Jahr 2000 nahezu auf 1,1 Mrd. US-Dollar verdoppelt und seien auch 2001 gestiegen. Der operative Cash Flow habe dazu bei weitem nicht ausgereicht. Walgreen habe sich am Kapitalmarkt finanziert und kurzfristige Schulden von 441 Mio. US-Dollar aufgenommen. CEO David Bernauer habe für das laufende Jahr weitere Mittelaufnahmen angekündigt. Das Unternehmen sei zwar solide finanziert und habe kaum langfristige Schulden. Die Abkehr von der vorbildlichen Finanzierungspolitik verursache einem Investor dennoch Bauchschmerzen.

Die demographische Entwicklung verheiße Gutes für die Pharmaziebranche. Die alternde Bevölkerung verlange nach pharmazeutischen Produkten. Die Vertreiber dieser Produkte seien im Gegensatz zu den Herstellern der Medikamente unabhängig vom Entwicklungsrisiko.

Walgreen ist nach Ansicht der Analysten von "Investor-Village" die Nummer eins in diesem Segment. Investoren sollten aber die Entwicklung des Netto-Cash Flow des Unternehmens im Auge behalten.




Erweiterte Funktionen
Artikel drucken Artikel drucken
Weitere Analysen & News mehr
 

Copyright 1998 - 2026 optionsscheinecheck.de, implementiert durch ARIVA.DE AG