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UniCredit "strong buy" 10.10.2008
SEB
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Manfred Jakob, Analyst der SEB, stuft die Aktie von UniCredit (UCG) (ISIN IT0000064854 / WKN 850832) mit "strong buy" ein.
UCG habe in Q2 die Erwartungen zwar erfüllt, aber in einigen Details nicht überzeugt. Bei um 2,8% auf 7,59 Mrd. EUR gesunkenen Gesamterträgen seien der Gewinn vor Steuern um 16,4% auf 2,69 Mrd. EUR und der Nettogewinn um 10,1% auf 1,87 Mrd. EUR gefallen. Während der Zinsüberschuss um 12,8% auf 4,40 Mrd. EUR gestiegen sei, sei der Provisionsüberschuss um 15,2% auf 2,34 Mrd. EUR gefallen.
Eine Emission einer Wandelanleihe solle 3 Mrd. EUR bringen. Großaktionäre und institutionelle Investoren hätten bereits der Zeichnung zugesagt. Ferner solle die 2008er Dividende in eigenen Aktien ausbezahlt werden. Dies könnte ein Volumen von 3,6 Mrd. EUR ausmachen. Durch diese Maßnahmen solle die Tier-1-Ratio von aktuell 5,7% auf 6,7% gegen Ende des Jahres anwachsen (bisheriges Ziel 6,2%).
Am 06.10.2008 habe S&P Ratings von "A+" bzw. "A-" bestätigt, den Ausblick aber auf "Negativ" gesetzt. Am 07.10.2008 habe Moody’s das Rating auf "Aa3" (von "Aa2") gesenkt, den Ausblick aber mit "Stabil" (nach "Negativ") bezeichnet.
Als positiv würden die Analysten die momentane Kostenkontrolle werten. Derzeit würden Stärkung der Kapitalbasis und Überarbeitung der Strategie bei MIB (Markets & Investmenbanking) im Vordergrund stehen. Die Platzierung des Convertible dürfte rasch erfolgen. Käufer "stünden bereit". Das Q2-08 sei vor dem Hintergrund der Finanzkrise immer noch respektabel ausgefallen. Treiber sei das osteuropäische Retailgeschäft (Erträge +24%) geblieben. Bei MIB gebe es einen Turnaround. Trotz des weltweit geringeren Wachstums dürften die Aktivitäten in Osteuropa (CEE) weiter überproportional zulegen, was sich auch in Q3 zeigen sollte. Zur Aufbesserung der Kapitalausstattung seien auch Asset-Verkäufe denkbar (Immobilien, Generali-Paket).
Laut den Analysten sei es negativ zu werten, dass UCG die Stärke der Krise unterschätzt und zu lange weitere Wertberichtigungen sowie auch Vorkehrungen zur Stärkung der Kapitalbasis aufgeschoben habe. Eine herbe Gewinnrevidierung sei gefolgt: 0,39 EUR Gewinn je Aktie (bislang 0,52 EUR) würden nun für 2008 veranschlagt. Außerdem stehe MIB (v.a. bei HVB) vor einer Reorganisation: Hier dürften in H2 größere Wertberichtigungen erfolgen. Zusätzlich würde sich der Konjunkturabschwung stärker als erwartet in den Ergebnissen niederschlagen. Bereits in Q2 habe das heimische Retailgeschäft enttäuscht. Die Risikokosten seien gestiegen. Außerdem würden weitere Abschreibungen auf "normale" Assets drohen, falls die Liquidität so angespannt bleibe wie zuletzt.
Der Markt habe überreagiert. Die aktuelle Anspannung am Interbankenmarkt sollte keine nachhaltige Bedrohung sein. Die Analysten der SEB bewerten die UniCredit-Aktie deshalb mit dem Rating "strong buy" und senken infolge der markanten Gewinnrevidierung das Kursziel von 4,70 EUR auf 3,50 EUR. (Analyse vom 09.10.2008) (10.10.2008/ac/a/a) Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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