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ENI Neuaufnahme auf die H&A-Res.-Select-Liste 09.10.2008
Hauck & Aufhäuser
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der Analyst von Hauck & Aufhäuser, Guido Schmidt, nimmt die ENI-Aktie (ISIN IT0003132476 / WKN 897791) auf die H&A-Research-Aktien-Select-Liste.
Die in Rom ansässige Ölgesellschaft ENI S.p.A. (Ente Nazionale Idrocarburi), bekannt durch ihr Tankstellenlogo AGIP, sei 1953 als Staatsunternehmen gegründet worden. Die Privatisierung ENIs habe mit der Börsennotierung 1995 und vier weiteren Aktienplatzierungen begonnen, die insgesamt knapp 70% des ENI-Kapitals umfasst hätten. ENI sei die viertgrößte europäische Ölgesellschaft (nach BP, Shell und Total) mit einem Umsatz (2007) von 87,3 Mrd. Euro, der sich wie folgt verteile: Italien 42%, Europa 36%, Afrika 7%, Nord- und Südamerika 7% sowie Asien und Sonstige 8%.
ENI sei in folgenden Geschäftsfeldern tätig (2007): Öl- und Gasförderung (Umsatzanteil 12% / Anteil am operativen Gewinn 73%), Gasvertrieb und Stromerzeugung (31% / 22%), Raffinerie und Marketing (40% / 4%), Petrochemie (8% / 1%), Ölfeldservice (9% / 4%) sowie Verwaltung und Sonstiges (0% / -4%). ENI beschäftige (2007) rund 76.000 Mitarbeiter und sei in mehr als 70 Ländern tätig. ENI halte 42,93% an der italienischen Ölservicegesellschaft Saipem (Wert der Beteiligung 3,1 Mrd. EUR) und 33,3% an der portugiesischen Raffinerie- und Gasgesellschaft Galp Energia (2,4 Mrd. EUR).
ENI sei ein kontinuierlich und profitabel wachsendes Unternehmen: Im Zeitraum 2003 bis 2007 seien der Umsatz um 69% (14% p. a.), der bereinigte operative Gewinn um 91% (17% p. a.) und der bereinigte Nettogewinn um 86% (17% p. a.) gestiegen; die Dividende je Aktie sei um 73% (15% p. a.) gestiegen.
ENI verfüge über einen guten finanziellen Hintergrund: Das Standard & Poor’s Credit Rating sei mit AA- (stabiler Ausblick) sehr gut. Im Zeitraum 31.12.2007 bis 30.6.2008 hätten sich folgende bilanziellen Veränderungen ergeben: ENIs Eigenkapital sei um 1,022 Mrd. Euro auf 43,889 gestiegen, die Nettoverschuldung sei mit plus 238 Mio. Euro auf 16,565 Mrd. Euro nahezu stabil geblieben, das Verhältnis Nettoverschuldung zu Eigenkapital (Leverage) liege unverändert bei 0,38. Die Rendite auf das durchschnittlich eingesetzte Kapital (ROACE) nach Steuern und Sondereffekten habe im 1. Halbjahr 2008 bei 19,8% (2007: 19,3%) gelegen.
Im ersten Halbjahr 2008 habe ENI die Förderleistung (Öl/Gas) um 2,8% auf 1,784 Mio. boe/Tag ausweiten können; 56% des Fördervolumens seien auf Öl und 44% auf Gas entfallen. Während das Ölfördervolumen um 2,2% abgenommen habe (Ursache: rückläufige Förderung in der Nordsee und in Australien sowie steigende Lizenzabgaben [vertragliche Produktionsteilung]), habe das geförderte Gasvolumen um 10,4% zugenommen (steigende Förderung im Golf von Mexiko und in Pakistan). Bereinigt um negative Volumeneffekte aus Produktionsteilungsverträgen wäre das Öl- und Gasfördervolumen ENIs um 8,1% gestiegen. Der Förderanteil Italiens sei auf 11% zurückgegangen (erstes Halbjahr 2007: 13%).
ENIs Umsatz sei im Vergleich zum ersten Halbjahr 2007 um 32,9% auf 55.422 Mio. Euro gestiegen. Der um Wertveränderungen der Vorräte (minus 1.078 Mio. Euro) und weitere Sonderfaktoren (plus 691 Mio. Euro) bereinigte operative Gewinn sei im Konzern um 21,9% auf 11,514 Mio. Euro gestiegen; der operative Gewinn in den Geschäftsbereichen habe sich wie folgt entwickelt: Fördergeschäft plus 41,6% auf 9,369 Mrd. Euro, Gas und Strom minus 1,7% auf 2,165 Mrd. Euro, Raffinerie- und Marketinggeschäft minus 41,0% auf 180 Mio. Euro und Ölfeldservice plus 23,2% auf 467 Mio. Euro; die Petrochemie habe aufgrund des Margendrucks mit einem Verlust von 225 Mio. Euro abgeschlossen.
Sonstige Aktivitäten, Verwaltungsaufwand und Sonderposten hätten sich auf ein Minus von 442 Mio. Euro (1. Halbjahr 2007 minus 241 Mio. Euro) addiert. Der bereinigte Nettogewinn sei um 10,1% auf 5.735 Mio. Euro gestiegen, belastend habe sich hierbei die überproportional gestiegene Steuerlast ausgewirkt (Anstieg der Steuerquote von 47,4% auf 52,4%). Nach Drittanteilen sei der bereinigte Nettogewinn um 9,6% auf 5.368 Mio. Euro gestiegen.
Für das zweite Halbjahr 2008 würden die Analysten (trotz eines konjunkturbedingt leicht fallenden Raffinerieergebnisses und steigender Steuerquote) einen deutlichen Gewinnanstieg erwarten: Steigende Gasumsätze (positiver Volumen- und Preiseffekt), ein leicht ansteigendes Stromergebnis, weitere Volumenzuwächse (plus 1% bis 1,5%) im Öl- und Gasfördergeschäft, der im Periodenvergleich deutlich gestiegene Ölpreis (Szenario Brentoil plus 27% bis plus 23% im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2007) und der voraussichtlich stabile US-Dollar (Halbjahresvergleich) würden die Basis für einen deutlichen Zuwachs des Nettogewinnes um 25% auf 5,72 Mrd. Euro bilden.
Für das Gesamtjahr 2008 erwarte man beim bereinigten Nettogewinn einen Anstieg um 17% auf 11,09 Mrd. Euro; aufgrund von Aktienrückkäufen dürfte der Gewinn je Aktie um rund 18% auf 3,05 Euro ansteigen. Das Ergebnis für das dritte Quartal 2008 werde am 31. Oktober 2008 veröffentlicht.
Bei der Kurszielermittlung stehe die Dividendenbetrachtung im Mittelpunkt: Im Zeitraum 2000 bis Herbst 2008 habe die durchschnittliche erwartete Dividendenrendite der ENI-Aktie 5,44% betragen; der Höchstwert habe bei 8,40% (September 2008) und der Tiefstwert bei 4,40% (Februar 2000) gelegen. Das Kursziel von 25,80 Euro basiere auf dem Wiedererreichen der durchschnittlichen Dividendenrendite.
Die Analysten von Hauck & Aufhäuser nehmen die ENI-Aktie auf die H&A-Research-Aktien-Select-Liste mit einem Kursziel von 25,80 Euro auf und empfehlen den Kauf. (09.10.2008/ac/a/a)
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