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Verbund "outperform"


18.02.2002
Erste Bank

Die Analysten der Erste Bank stufen die Aktie von Verbund (WKN 877738) mit „outperform“ ein.

Nach der großen Aufregung rund um eine österreichische Stromlösung habe Wirtschaftsminister Bartenstein die Landeshauptleute oder Finanzreferenten zu einem Stromgipfel geladen. Erstes fixes Resultat sei, dass die Verhandlungen über das Wasserkraft-JointVenture zwischen Verbund und E.ON nun bis Ende April aufgeschoben seien. Damit könne der Beschluss über die Gründung der neuen Gesellschaft European Hydro Power auf der Verbund Hauptversammlung Ende März nicht getroffen werden. Für den Verbund, der durch seine Lauf- und Speicherkraftwerke überaus wertvolle und begehrte Assets besitze, sei die Verschiebung des E.ON-Deals vorläufig ohne wirtschaftlichen Nachteil zu sehen. Im Gegenteil, ein Zusammengehen des Verbund mit den Landesversorgern (v.a. der EnergieAllianz) könnte zu einer wirtschaftlich sehr interessanten Lösung werden, indem ein österreichischer Stromversorger, der die gesamte Wertschöpfungskette von der Produktion bis zum Absatz des Strom beinhalte, entstehe.

Diese Lösung sei sicherlich noch in weiter Ferne, doch als entscheidend erachten die Analysten der Erste Bank die politische Willensbekundung zu einem österreichischen Stromkonzern. Da die Elektrizitätswirtschaft eine sehr komplexe, von diversen Interessen bestimmte Branche sei, müsse man nun abwarten, welche Vorschläge und Lösungen in den nächsten Wochen und Monaten präsentiert würden. Die Analysten gehen jedoch davon aus, dass der Verbundkonzern sich eine Absage des Wasserkraft-Joint Ventures mit E.ON bezahlen lassen werde. Im täglichen Geschäft sollte der Verbund zur Zeit von den hohen Großhandelspreisen und Volatilitäten an den Strombörsen profitieren.

Daher halten die Analysten der Erste Bank an ihrer optimistischen Einschätzung „outperform“ der Verbundaktie fest.


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