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Lloyds TSB untergewichten 18.02.2002
Helaba Trust
Die Analysten von Helaba Trust bewerten die Lloyds TSB-Aktie (WKN 871784) mit "untergewichten".
Die 1995 aus der Fusion der Lloyds Bank und der TSB Bank hervorgegangene Finanzgruppe konzentriere sich auf das Retail Banking, das Hypothekenbank- und das Versicherungsgeschäft. Eine strategische Neuausrichtung der Bank in Richtung Allfinanzkonzern sei im vorletzten Jahr durch die Übernahme von Scottish Widows, dem sechstgrößten Lebensversicherer Großbritanniens für rund 7 Mrd. Britische Pfund erfolgt. Die von der britischen Wettbewerbskommission untersagte Übernahme der Hypothekenbank Abbey National stoppe vorerst die weiteren Expansionsbemühungen des Finanzinstituts, welches seinen Blick nun nach Kontinentaleuropa richte.
Das Ergebnis nach Steuern sei in 2001 gegenüber dem Vorjahr um 8% auf 2,5 Mrd. Britische Pfund gesunken. Wenngleich das Versicherungsergebnis aufgrund der schwachen Kapitalmärkte eingebrochen (-49% auf 447 Mio. Britische Pfund) und die Kreditrisikovorsorge um 57% erhöht worden sei, hätten sich die betrieblichen Erträge per Saldo trotzdem relativ stabil gezeigt (+1% gegenüber dem Vorjahr).
Neben der Fokussierung auf den britischen Heimatmarkt habe die Ergebnisentwicklung vor allem von der Erstkonsolidierung von Scottish Widows profitieren können. So habe die Sparte "WhoIesale Markets" trotz des schwierigen Umfelds ein Plus von 26% gegenüber dem Vorjahr verzeichnet. Die Aufwand/Ertrag-Relation habe sich auf 45% verschlechtert, befmde sich aber immer noch unter der britischer Konkurrenten.
Auch wenn sich UK bislang von der negativen konjunkturellen Entwicklung habe abkoppeln können, rechnen man bei Lloyds TSB aufgrund der massiven Kreditausweitung in den letzten beiden Jahren (+22%) mit einer weiteren Anhebung der Risikovorsorge in 2002. Hierfür spreche auch die zunehmende Verschuldung der privaten Haushalte, die 60% der Kunden von Lloyds TSB stellten und deren Kredite mittlerweile 109% des Einkommens betrügen. Man senke daher die Gewinnprognosen (EPS 02e: 41 (47); EPS 03e: 46 (52». Mittelfristig dürfte der gesättigte Heimatmarkt und fehlende Akquisitionsmöglichkeiten die Gewinndynamik begrenzen.
Angesichts der überdurchschnittlich hohen Bewertung (KEKV 03e: 3,4; KGV: 16) raten die Experten von Helaba Trust zur Untergewichtung der Aktie.
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