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Takeda Pharmaceutical halten


17.09.2008
Landesbank Berlin

Berlin (aktiencheck.de AG) - Dr. D. Tran-Dinh, Analyst der Landesbank Berlin, stuft die Aktie von Takeda Pharmaceutical (ISIN JP3463000004 / WKN 853849) unverändert mit "halten" ein.

Im vergangenen Geschäftsjahr 2007/08 (per Ende März 2008) habe Takeda das gute Ergebnis des Vorjahres nicht halten können. Bei einem Umsatzzuwachs um 5,3% auf JPY 1,374 Bio. sei der operative Gewinn angesichts der höheren Ausgaben für Verkaufsmaßnahmen und F&E sowie der gestiegenen Verwaltungsaufwendungen um 7,7% auf JPY 423,1 Mrd. zurückgegangen. Der Nettogewinn sei aber wegen einer Steuerrückzahlung um 5,9% auf JPY 355,5 Mrd. (rd. EUR 2,37 Mrd.) gestiegen.

Auch im 1. Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2008/09 habe sich die negative Gewinnentwicklung bei Takeda fortgesetzt. Bei einem Umsatzzuwachs um 8,3% auf JPY 396, 9 Mrd. habe das Unternehmen erstmals einen operativen Verlust in Höhe von JPY 27,18 Mrd. nach einem Plus von JPY 153,1 Mrd. im entsprechenden Vorjahreszeitraum verbucht. Der Nettogewinn habe nur noch JPY 2,49 Mrd. nach einem Plus von JPY 131 Mrd. vor Jahresfrist betragen. Verantwortlich für den operativen Verlust seien die gestiegenen Ausgaben (+144,1% auf JPY 203,9 Mrd.) für Verwaltung, Verkaufsmaßnahmen und insbesondere für Forschung und Entwicklung gewesen.

Den höheren Umsatz habe Takeda u.a. dem guten Verkauf der internationalen strategischen Produkte Takepron (+77,2% auf JPY 72,4 Mrd.) und Blopress (+8,2% auf JPY 59,9 Mrd.) verdankt, während der Verkauf von Leuplin (-3,4% auf JPY 32,7 Mrd.) und vor allem vom umsatzstarken Actos (-3,1% auf JPY 103,3 Mrd.) zurückgegangen sei. Im 1. Quartal des vergangenen Geschäftsjahres habe Takeda noch von den Problemen seines europäischen Wettbewerbers GlaxoSmithKline mit dessen Diabetesmittel Avandia profitieren können, da das Geschäft mit Avandia wegen eines erhöhten Herzinfarktrisikos in die Schlagzeilen geraten sei.


Insgesamt habe Takeda im 1. Quartal wieder von weltweit starken Umsätzen der Pharmazeutik-Sparte (+8,3% auf JPY 373,4 Mrd.) profitieren können, während die anderen kleineren Sparten (Vitamin, Chemikalien usw.) nur um 2,5% auf JPY 23,5 Mrd. gewachsen seien. Besonders im Ausland habe Takeda einen Umsatzzuwachs um 20,5% auf JPY 203,6 Mrd. erzielt, wobei die Wachstumsraten in Europa (+11,2% auf JPY 50,1 Mrd.) und in Nordamerika (+24,3% auf JPY 148,3 Mrd.) besonders hoch ausgefallen seien. In Asien (ohne Japan) sei der Umsatz nur um 5,2% auf JPY 4,6 Mrd. gewachsen. Im Heimatmarkt seien dagegen die Einnahmen wegen der Preissenkungen und des wachsenden Wettbewerbs mit den Generika um 1,6% auf JPY 104,2 Mrd. gesunken.

Im April 2008 habe Takeda das in Cambridge (Massachusetts) ansässige US-Pharmaunternehmen Millennium Pharmaceuticals Inc. (für USD 8,8 Mrd.) übernommen, das das umsatzstarke Blutkrebsmedikament "Velcade" in über 85 Ländern verkaufe und einen Jahresumsatz von rd. USD 528 Mio. erzielt habe. Die Übernahme verspreche Takeda zudem einen Ausgleich des Umsatzrückgangs von Actos, dessen Patent im Jahr 2011 auslaufe, durch neue Medikamenten in der Forschungspipeline von Millennium.

Angesichts der hohen Übernahmekosten habe Takeda im Mai die Ergebniserwartung für das laufende Geschäftsjahr 2008/09 (per Ende März 2009) deutlich nach unten korrigiert. Doch Takeda erwarte nun einen weniger starken Gewinnrückgang als bisher angenommen. Das Unternehmen prognostiziere bei einem Umsatzzuwachs um 14,2% auf JPY 1,570 Bio. einen Rückgang des operativen Gewinns um 33,8% auf JPY 280 Mrd. (vorher: JPY 240 Mrd.). Der Nettogewinn solle um 43,7% auf JPY 200 Mrd. (rd. EUR 1,33 Mrd.) zurückgehen.

Durch die gestiegenen Ausgaben, u.a. auch wegen der Übernahme des US-Pharmaunternehmens Millennium, habe Takeda erstmals einen operativen Verlust im 1. Quartal 2008/09 verbucht. Für das gesamte Geschäftsjahr gehe Takeda wegen der hohen Übernahmekosten von einem deutlichen Rückgang des operativen Gewinns aus. Doch für die nächsten Geschäftsjahre habe die Mehrheit der Analysten Ertragsverbesserungen prognostiziert.

Angesichts der günstigen Bewertung (KGV 2009/10e: 14,1) wollen die Analysten der Landesbank Berlin ihre "halten"-Empfehlung für die Aktie von Takeda Pharmaceutical beibehalten. (Analyse vom 17.09.2008) (17.09.2008/ac/a/a)




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