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Rieter "reduce" 19.09.2008
Vontobel Research
Zürich (aktiencheck.de AG) - Patrick Laager, Analyst von Vontobel Research, stuft die Aktie von Rieter (ISIN CH0003671440 / WKN 869929) in der aktuellen Ausgabe von "Vontobel Morning Focus" weiterhin mit "reduce" ein.
Die Rieter-Gruppe habe gestern ihren Innovationstag durchgeführt. Am Vormittag habe vor allem das Air-Jet-Spinning-Verfahren im Vordergrund gestanden. Dabei sei das Spinnmaschinenzentrum in Winterthur besichtigt worden. Am Nachmittag habe die Automotive-Sparte im Blickpunkt gelegen. Akustik- und Materialinnovationen seien präsentiert worden.
Es seien keine entscheidenden Äußerungen zum Geschäftsgang der vergangenen Monate gemacht worden, die zu einer Revision der "reduce"-Einstufung der Analysten hätten führen können. Die Geschäftsleitungsmitglieder (CEO, CFO und Divisionsleiter) scheinen trotz der momentan sehr schwierigen Lage, in der die Rieter-Gruppe steckt, aber zuversichtlich die Restrukturierungsmaßnahmen erfolgreich zu implementieren, so die Analysten von Vontobel Research. Man sei jedoch der Überzeugung, dass das Maßnahmepaket nicht genügen werde, Rieter langfristig auf Erfolgskurs zu bringen. Ein Strategiewechsel sei nötig.
Das Umfeld in der Textilindustrie scheine weiterhin sehr schwierig zu sein. Auf der Output-Seite stünden die Garnpreise unter Druck. Die Konjunkturabschwächung in den Schwellenländern und die sich damit verschlechternde Konsumentenstimmung würden sich auf die Endnachfrage nach Textilien negativ auswirken. Die Lagerbestände würden zunehmen. Auf der Input-Seite sei mit keiner schnellen Erholung zu rechnen. Auch wenn sich die Baumwollpreise stabilisiert hätten, dürften vor allem in den USA (größtes Exportland) die Baumwollhersteller ihre Produktion drosseln, was sich unweigerlich auf die Preise auswirke. Damit werde sich die Konversionsmarge so rasch nicht erholen. Einzig in der Türkei scheine sich die Lage etwas zu verbessern.
Aus dem so sehr gepriesenem Air-Jet-Verfahren, wo Rieter über eine sehr ausgeklügelte Technologie verfüge, dürften vor 2010 keine nennenswerten positiven Impulse zu erwarten sein. Die ersten Maschinen seien geliefert worden, würden jedoch deutlich weniger als zehn Prozent des Bestellungseinganges darstellen.
In der Autoindustrie habe sich die Lage im Sommer verschlechtert. Außerdem habe sich der bis anhin boomende LKW-Markt abgekühlt. Rieter habe bereits angekündigt zwei Produktionsstandorte zu schließen. Weitere würden folgen. Die Preisverhandlungen mit den Autoherstellern würden positiv verlaufen. Die Preissteigerungen könnten aber die höheren Rohstoffpreise nur teilweise kompensieren.
Die Analysten würden davon ausgehen, dass Mehraufwendungen von CHF 140 Mio. die Jahresrechnung 08 belasten würden und weitere CHF 85 Mio. im 09 anfallen könnten. In 2010 sollte Rieter wieder auf Wachstumskurs sein. Dennoch sei man überzeugt, dass nur ein durchgreifender Strategiewechsel Rieter langfristig wieder auf Erfolgskurs bringen könne. Eine duale Strategie in der jetzigen Form sei nach Erachten der Analysten auf Dauer nicht mehr möglich rentabel zu verfolgen. Die Aktie dürfte in den kommenden Monaten einzig als spekulative Anlagealternative von gewissen Investorenschichten in Betracht gezogen werden.
Die Analysten von Vontobel Research bestätigen ihr Rating "reduce" für die Rieter-Aktie. Das Kursziel sehe man bei CHF 300. (Analyse vom 19.09.2008) (19.09.2008/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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