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Merrill Lynch strikt meiden


16.09.2008
Frankfurter Tagesdienst

Detmold (aktiencheck.de AG) - Die Experten vom "Frankfurter Tagesdienst" empfehlen die Aktie von Merrill Lynch (ISIN US5901881087 / WKN 852935) strikt zu meiden.

Die Nachricht, dass Merrill Lynch von der Bank of America übernommen werde, habe den Markt überrascht. Zwar habe das Institut zu den US-Investmentbanken gehört, die in den vergangenen anderthalb Jahren die höchsten Hypothekenabschreibungen verzeichnet hätten, aber die Lage sei vom Markt nicht als so brisant angesehen worden, als dass Merrill Lynch sich selbst zum Verkauf anbieten müsste.

Trotzdem sei es jetzt anders gekommen: Bank of America zahle nun rund 50 Mrd. US-Dollar, allerdings komplett in eigenen Aktien. Pro Merrill Lynch-Aktie biete die Bank of America 0,859 eigene Anteile. Das mache rechnerisch 29 US-Dollar je Aktie auf Basis der Schlusskurse vom vergangenen Freitag. Zwar erwarte Bank of America bis 2012 Kosteneinsparungen von 7 Mrd. US-Dollar vor Steuern. Bis sich diese Kostenvorteile positiv in der Unternehmensbilanz bemerkbar machen würden, werde es jedoch einige Zeit dauern.

Nach Ansicht der Experten vom "Frankfurter Tagesdienst" sollte die Aktie von Merrill Lynch strikt gemieden werden. (Ausgabe 142 vom 16.09.2008) (16.09.2008/ac/a/a)


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