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ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
GB0004544929 903000 -   € -   €
 
 
 

Imperial Tobacco kaufen


16.09.2008
Hauck & Aufhäuser

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der Analyst von Hauck & Aufhäuser, Sven Madsen, stuft in seiner Ersteinschätzung die Imperial Tobacco-Aktie (ISIN GB0004544929 / WKN 903000) mit "kaufen" ein.

Trotz des überdurchschnittlichen Gewinnwachstums (durchschnittliches EPS-Wachstum von 15% p. a. in den letzten zehn Jahren) und der exzellenten Akquisitionspolitik des Unternehmens werde die Aktie derzeit bewertet wie ein reiner bzw. nahezu reiner US-Tabakwert. Gegenüber der Vergleichsgruppe besitze Imperial einen Bewertungsabschlag von 21%. Diesen würden die Analysten als ungerechtfertigt hoch erachten.

Die Akquisition von Altadis ergebe aus ihrer Sicht aus mehreren Gründen Sinn. Zum einen steige die geographische Diversifikation bei einer sich verringernden Abhängigkeit vom Heimatmarkt U.K. Des Weiteren habe Imperial zahlreiche starke Marken erworben, die ohne größeren Aufwand in das bestehende Produktportfolio integriert werden könnten. Hierdurch ergäben sich Skaleneffekte auf der Kosten- und Umsatzseite. Einsparungen dürften sich unter anderem im Vertrieb, in der Produktion, im Marketing und im Einkauf erzielen lassen. Bis September 2010 beabsichtige Imperial, Kostensynergien von 300 Mio. Euro und bis September 2012 von 400 Mio. Euro zu erzielen.

Die im Rahmen von Akquisitionen von Imperial genannten Kostensynergien hätten sich im Nachhinein immer als sehr konservativ erwiesen. Zusätzliches Umsatzwachstum werde sich sicherlich unter anderem dadurch erzielen lassen, dass die neu erworbenen Marken in Ländern vertrieben würden, in denen diese bisher nicht präsent gewesen seien. Die Analysten würden mit einem Free Cash Flow (nach Dividendenzahlungen) von rund 800 bis 900 Mio. GBP p. a. ab dem Ende September 2008 beginnenden Geschäftsjahr rechnen. Dieser dürfte nahezu ausschließlich zur Schuldentilgung verwendet werden können und damit zu abnehmenden Zinsbelastungen führen.

Mit der Akquisition des viertgrößten US-Zigarettenanbieters Commonwealth Brands sei Imperial 2007 der Markteintritt in die USA gelungen. Das Unternehmen besitze einen Marktanteil von knapp über 4% mit steigender Tendenz. Hervorzuheben sei, dass Commonwealth im Discount-Segment einen Marktanteil von knapp 14% habe, ebenfalls mit steigender Tendenz. Hier dürfte Imperial auch zukünftig von der sich abschwächenden Konjunktur profitieren. Zudem ermögliche die Akquisition auch den US-Vertrieb von anderen Imperial-Marken (u. a. Davidoff), da das erworbene Vertriebspersonal 85% des US-Retail-Netzes betreue. Sicherlich werde auch von Vorteil sein, dass Commonwealth noch über freie Produktionskapazitäten verfüge.


Auch wenn die Analysten damit rechnen würden, dass sich das rasante Wachstum der letzten Jahre in den Emerging Markets abschwächen werde, würden sie davon ausgehen, dass die Nachfrage nach internationalen Zigarettenmarken dort weiter zunehmen werde. Bisher erziele Imperial Tobacco rund ein Viertel des Umsatzes und lediglich rund 16% des operativen Gewinns in den Emerging Markets. Während die operative Marge in den entwickelten Ländern 49% betrage, liege diese in den Emerging Markets bei lediglich 23%. Aufgrund der gezeigten Margenverbesserung in den entwickelten Ländern würden die Analysten dem Management auch in den aufstrebenden Märkten nicht nur Umsatz-, sondern auch deutliche Profitabilitätssteigerungen zutrauen.

Nach der exzellenten Arbeit des seit 1996 aktiven Top-Managements seien die Analysten zuversichtlich, dass die Schaffung von Shareholder Value auch zukünftig das oberste Ziel des Managements sein werde. Die wesentlichen anstehenden Aufgaben wie die Integration der getätigten Akquisitionen und die Rückführung der hohen Verschuldung seien für das Management keine erstmaligen Herausforderungen. Dass diese Aufgaben mit Erfolg gelöst werden könnten, habe das Management in der Vergangenheit bewiesen. Die Analysten würden damit rechnen, dass der Aktionär auch in Zukunft von der Fortsetzung der seit mehr als zehn Jahren verfolgten und erfolgreichen Strategie profitieren werde.

Die Konditionen der in den nächsten Jahren auslaufenden Kredite seien zu einem großen Teil vor der Krise ausgehandelt worden. Da sich durch die Finanzkrise die Finanzierungskosten aktuell deutlich verschlechtert hätten, bestehe das Risiko deutlicher steigender Finanzierungskosten.

Auch wenn gegen Imperial bis zum heutigen Zeitpunkt nie ein Urteil gefällt worden sei, so sei es in der Zukunft möglich, dass Schadensersatzklagen gegen die Tabakindustrie bzw. gegen Imperial erhoben würden, welche für Imperial erhebliche, im Extremfall existenzgefährdende Schadensersatzleistungen zur Folge haben könnten.

In U.K. gebe es Bestrebungen, den Tabakkonsum weiter zu reduzieren. Zu den möglichen Maßnahmen würden Einschränkungen bezüglich der Packungsgröße, der Packungsgestaltung (einheitliche Verpackungen für alle Marken) sowie die Abschaffung von Zigarettenautomaten zählen. Diese Maßnahmen könnten die Umsatzentwicklung bei Imperial negativ beeinflussen. Die britischen Wettbewerbsbehörden würden zudem untersuchen, ob in U.K. die Tabakindustrie unrechtmäßigen Einfluss auf die Verkaufspreise genommen habe.

Die Analysten von Hauck & Aufhäuser nehmen die Imperial Tobacco-Aktie auf die H&A-Research-Aktien-Select-Liste mit einem Kursziel von 1.983 GBp auf und empfehlen den Kauf. (Analyse vom 16.09.2008) (16.09.2008/ac/a/a)




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