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Intesa Sanpaolo kaufen 02.09.2008
Hauck & Aufhäuser
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der Analyst von Hauck & Aufhäuser, Sebastian Reuter, rät unverändert zum Kauf der Intesa Sanpaolo-Aktie (ISIN IT0000072618 / WKN 850605).
Der Nettogewinn habe im zweiten Quartal 2008 mit 1.357 Mio. Euro über den Erwartungen (Konsens: 1.347 Mio. Euro) gelegen. Gegenüber dem Vorjahr habe die Bank ein leichtes Plus von 2,8% verbucht. Dank der erneut robusten Kreditnachnachfrage (Kredite: +6,9% auf 374 Mrd. Euro) sei der Zinsüberschuss um 11% auf 2.901 Mio. Euro geklettert. Die Risikovorsorge habe sich gleichzeitig um 4% ermäßigt, nachdem diese im vergangenen Jahr vornehmlich wegen der Anpassung der unterschiedlichen Standards im Kreditgeschäft angestiegen sei.
Das Provisionsergebnis sei erwartungsgemäß um 7,8% auf 1.535 Mio. Euro gesunken. Grund hierfür seien hauptsächlich niedrigere Einnahmen im Bereich Asset Management gewesen. Das Handelsergebnis sei ebenfalls niedriger ausgefallen. Wegen Verlusten auf strukturierte Kreditprodukte sei das Ergebnis hier um 25% auf 259 Mio. Euro zurückgegangen, habe aber deutlich über dem Wert des Vorquartals (Q1 2008: 25 Mio. Euro) gelegen. Die Integrationskosten hätten sich auf 68 Mio. Euro belaufen und damit in etwa auf dem Vorjahresniveau (Vj. 66 Mio. Euro) gelegen.
Während die operativen Erträge geringfügig (-0,3%) zurückgegangen seien, seien die um die Kosten im Zusammenhang mit dem Mitarbeiterabbau bereinigten Aufwendungen um 3,9% ggü. Vj gesunken.
Die bereits bestehenden Gewinnziele seien im Zuge der Berichterstattung bestätigt. So solle der Nettogewinn (ohne Gewinne aus Beteiligungsverkäufen) nicht zuletzt wegen der Synergien aus der Integration bis 2009 auf 7 Mrd. Euro steigen, was einem Ergebnis je Aktie von 0,57 Euro entspreche. Die Dividende solle im Jahr 2009 0,35 Euro betragen, die Eigenkapitalrendite 21% und die Kostenquote 42%.
Äußerst optimistisch habe sich die Unternehmensleitung zudem für die zweite Jahreshälfte 2008 gegeben. Nachlassende Belastungen im Zusammenhang mit der aktuellen Finanzkrise sowie weiter rückläufige Kosten sollten sich positiv auf die Ergebnisrechnung auswirken, zumal die für das Gesamtjahr geplante Kostenreduktion bereits nach den ersten sechs Monaten fast schon realisiert sei.
Zwar würden die Analysten angesichts der nachvollziehbaren Synergien sowie des geplanten Ausbaus des Vertriebs ebenfalls mit stetigen Gewinnzuwächsen in den kommenden Jahren rechnen. Nicht zuletzt der hohe Anteil des Retailbankings an den Gesamtaktivitäten sowie der vergleichsweise niedrige Sättigungsgrad des italienischen Bankenmarktes sprächen für stabile Ergebnissteigerungen. Gleichwohl lägen ihre Prognosen (Ergebnis je Aktie 2009e: 0,53 Euro) spürbar unter den Unternehmenszielen, um einer etwaigen konjunkturellen Abkühlung stärker Rechnung zu tragen.
Zwar sei die Intesa Sanpaolo-Aktie gemessen am KGV vergleichbarer Banken nur geringfügig niedriger bewertet. Das KGV 2009e von 7,0 liege nur leicht unter dem der Peergruppe (KGV 2009e: 7,6). Gleichwohl würden die Italiener nicht zuletzt aufgrund der erzielbaren Synergien überproportionale Zuwachsraten beim Gewinn 2007 bis 2009 aufweisen. Das jährliche EPS-Wachstum liege hier bei 28,7%. Auch vor dem Hintergrund des nach wie vor ungesättigten italienischen Bankenmarktes sollte sich diese Entwicklung fortsetzen.
Die Analysten würden daher eine deutlich höhere Bewertung für gerechtfertigt halten. Mit einer Dividendenrendite (2009e) von 9,4% liege Intesa Sanpaolo deutlich über der Peergruppe. Diese weise aktuell eine Rendite von 5,7% auf. Hinzu komme, dass den Analysten dieser Durchschnittswert angesichts der bei einigen Branchenvertretern angespannten Eigenkapitalausstattungen auch als zu hoch erscheine.
Die Analysten von Hauck & Aufhäuser bestätigen die Intesa Sanpaolo-Aktie auf der H&A-Research-Aktien-Select-Liste mit einem Kursziel von 5,10 Euro (vorher: 5,60 Euro) und empfehlen weiterhin den Kauf. (Analyse vom 02.09.2008) (02.09.2008/ac/a/a)
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