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Schmolz + Bickenbach "hold" 12.08.2008
Vontobel Research
Zürich (aktiencheck.de AG) - Der Analyst von Vontobel Research, Fabian Haecki, bewertet die Aktie von Schmolz + Bickenbach (ISIN CH0005795668 / WKN 905370) in der aktuellen Ausgabe von "Vontobel Morning Focus" mit "hold".
Schmolz + Bickenbach habe heute ein solides Ergebnis für das 1. Halbjahr 2008 bekannt gegeben. Das Unternehmen habe von einer ungebrochen starken Nachfrage nach Edelstahl profitiert, habe jedoch beim Stahlschrott und Sonderstahl mit hohen Preisschwankungen zu kämpfen gehabt.
Der Bruttoumsatz habe sich auf EUR 2.278,8 Mio. belaufen (praktisch unverändert gegenüber dem Vorjahr bei 3% mehr Tonnage) und habe damit leicht unter den Schätzungen der Analysten (EUR 2.315 Mio.) und den Konsenserwartungen (EUR 2.402 Mio.) gelegen. Der Gewinn habe die eher vorsichtigen Schätzungen der Analysten deutlich übertroffen, sei aber gemessen an der absoluten Marge dennoch rückläufig gewesen: Das EBITDA habe EUR 237,1 Mio. (-13% gegenüber dem Vorjahr, aber 12% über Vontobel Research-Erwartungen) und der Reingewinn EUR 105,8 Mio. (-19% yoy, aber 24% über Vontobel Research-Erwartungen) betragen.
Insgesamt könne das Unternehmen trotz des herausfordernden Umfelds solide Zahlen vorlegen. Dennoch hätten sich Belastungen durch den starken Preisanstieg bei Stahlschrott (+100% seit Jahresbeginn) und Eisenchrom ergeben, während hingegen der Nickelpreis deutlich gesunken sei. Die letztjährige Vergleichsperiode stelle eine anspruchsvolle Benchmark dar, da das Unternehmen damals überraschende Gewinne habe verzeichnen können, die sich mittlerweile in geringe Verluste verwandelt hätten. Hinzu komme, dass der starke Preisanstieg bei Stahlschrott nur mit Verzögerung an die Kunden habe weitergegeben werden können.
Obwohl das Unternehmen keine Geldflussrechnung vorgelegt habe, müsse der FCF deutlich im Minus liegen, da die Nettoverschuldung gemäß Swiss GAAP FER (auf vergleichbarer Basis) auf EUR 844 Mio. angestiegen sei (1H/2008: EUR 650 Mio.). Lege man den neuen Rechnungslegungsstandard IFRS zugrunde, steige diese Nettoverschuldung gar auf EUR 1.090 Mio. (Vontobel Research erwartet: EUR 900 Mio.), da Schmolz + Bickenbach sein ABS-Finanzierungsprogramm, das mit zusätzlichen Forderungen von EUR 222 Mio. sowie einer Zunahme der kurzfristigen Mittelaufnahme von EUR 246 Mio. verbunden sei, dann ebenfalls in der Bilanz ausweisen müsse. Der neue Verschuldungsgrad liege nun über dem (alten) Kreditlimit von EUR 900 Mio. und die Fremdkapitalquote erreiche damit den Rekordwert von 137%.
Das Unternehmen habe solide Ergebnisse präsentiert. Wie erwartet sei die Kapitalflussrechnung jedoch wegen der hohen Investitionen und steigender Rohstoffpreise sehr schwach ausgefallen. Außerdem erhöhe sich die Nettoverschuldung wegen der Umstellung der Rechungslegungsstandards auf IFRS um weitere EUR 245 Mio. Die Bilanz sei nun sehr strapaziert, was die Finanzierungskosten erhöhen werde und auch den unternehmerischen Spielraum einschränken könnte, sofern die Rohstoffpreise nicht allmählich nachgeben würden. Angesichts der hohen Nettoverschuldung, der sich verschlechternden Industrieindikatoren in Europa und den USA würden die Analysten bezüglich Schmolz + Bickenbach vorsichtig bleiben.
Die Analysten von Vontobel Research stufen die Schmolz + Bickenbach-Aktie mit "hold" ein. Das Kursziel werde überprüft. (Analyse vom 12.08.2008) (12.08.2008/ac/a/a) Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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