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Generali Kursziel 27 Euro


07.08.2008
Hauck & Aufhäuser

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die Analystin von Hauck & Aufhäuser, Stefanie Richartz, bestätigt die Aktie von Generali (ISIN IT0000062072 / WKN 850312) auf der H&A-Research-Aktien-Select-Liste.

Im ersten Halbjahr 2008 habe der Generali-Konzern ein operatives Ergebnis von 2,5 Mrd. Euro erwirtschaftet (auf vergleichbarer Basis: -20%). Hiervon seien 1,5 Mrd. Euro (-20%) auf die Leben-Erstversicherung und 1,2 Mrd. Euro (-5%) auf die Schaden/Unfall-Versicherung entfallen. Das operative Ergebnis im Finanzdienstleistungssegment habe 197 Mio. Euro betragen (-9%; Rest: Holding und Konsolidierung). Der Konzerngewinn nach Steuern und Anteilen Dritter habe 1,5 Mrd. Euro erreicht (-18%) und damit den Erwartungen entsprochen (1,5 Mrd. Euro). Der Ergebnis- bzw. Gewinneinbruch sei insgesamt auf die negative Entwicklung der Aktien- und Anleihenkurse im Betrachtungszeitraum zurückzuführen: Der Generali-Konzern habe Wertberichtigungen in Höhe von 905 Mio. Euro verbucht und weniger Kursgewinne aus Kapitalanlagen realisiert (426 Mio. Euro weniger als im Vorjahr; beide Beträge nach Steuern).

Ursache für den Rückgang beim operativen Ergebnis der Lebensversicherung sei die rückläufige Aktienmarktentwicklung gewesen (Wertberichtigungen, weniger realisierte Kursgewinne). Das Leben-Neugeschäft sei dagegen um exzellente 16% (währungs- und konsolidierungsbereinigt) auf 2,7 Mrd. Euro gestiegen. Alle Regionen hätten sich sehr gut entwickelt und Deutschland (+39% wegen Riester-Produkten) sowie Osteuropa (+22%) seien dabei besonders stark gewesen. Der Ergebnisbeitrag des Neugeschäfts sei um 9% auf 568 Mio. Euro gestiegen; die Neugeschäftsmarge habe 21,4% erreicht (Vorjahr: 22,3%). Auch hier sei der Anstieg vor allem auf Deutschland (+59%) und Osteuropa (+25%) zurückzuführen. Der Rückgang beim operativen Ergebnis der Schaden/Unfall-Versicherung sei auf eine leicht gestiegene Kostenquote zurückzuführen (27,5% ggü. 26,9% im Vorjahr; höhere Akquisitionskosten durch Veränderung des Geschäftsmixes). Insgesamt habe sich die Schaden-Kosten-Quote auf 94,6% verbessert (Vorjahr: 95% / Ziel 2009: maximal 95%).


Sollten die Kapitalmarktturbulenzen anhalten, so dürften die Finanzziele 2009 (operatives Ergebnis von 6,5 Mrd. Euro / Gewinn von 3,8 Mrd. Euro / Ausschüttung von 1,9 Mrd. Euro) nach Ansicht der Analysten von Hauck & Aufhäuser nur schwer erreichbar sein. Unter Berücksichtigung der bisher angefallenen und möglicherweise noch zu erwartenden Wertberichtigungen auf Aktienanlagen habe man die Gewinnschätzungen nach unten angepasst und rechne nun mit einem Jahresüberschuss von 2,8 Mrd. Euro (2008e) bzw. 3 Mrd. Euro (2009e). Dies entspreche einem Gewinn je Aktie von 2,07 Euro (2008e; Senkung um 13%) bzw. 2,24 Euro (2009e; Senkung um 20%).

Das Halbjahresergebnis habe gezeigt, dass das Generali-Ergebnis stark von der Aktienmarktentwicklung beeinflusst werde. Dies gelte im Prinzip jedoch für alle Versicherungen. In Bezug auf die eigentliche Geschäftsentwicklung weise Generali dagegen defensive Qualitäten auf: In der Lebensversicherung liege der Schwerpunkt auf traditionellen Produkten mit regelmäßigen Prämieneinnahmen, was im ersten Halbjahr 2008 zu hervorragenden Zuwachsraten beim Neugeschäft geführt habe (s. o.). Entsprechend habe sich Generali in allen Regionen besser als der jeweilige Lebensversicherungsmarkt entwickelt. Ähnliches gelte für die Schaden/Unfall-Versicherung (Ausnahme: Frankreich; hier Wachstum wie der Markt). Hinzu komme die solide Kapitalausstattung ("überschüssiges" Kapital laut Generali: 1,7 Mrd. Euro). Das Ausmaß der Wertberichtigungen auf das Aktienportfolio sei relativ hoch gewesen. Dies sei aber kein unternehmensspezifisches Problem, sondern betreffe die gesamte Branche. Durch die exzellente Leben-Neugeschäftsentwicklung hebe sich Generali dagegen positiv von der Vergleichsgruppe ab.

Auf Basis ihrer Gewinnschätzungen und der Kurse vom 06.08.2008 belaufe sich das KGV der Generali-Aktie momentan auf rund 10 (2009e). Damit werde die Generali-Aktie derzeit mit einem Aufschlag gegenüber der Vergleichsgruppe bewertet. Dies erscheine insbesondere im gegenwärtigen Marktumfeld gerechtfertigt, da Generali den eigenen Angaben zufolge keine Risiken bezüglich der bonitätsschwachen US-Hypothekenanleihen habe und einen relativ defensiven Geschäftsmix aufweise. Das durchschnittliche historische KGV der Generali-Aktie betrage 14,9 (die Generali-KGVs der Geschäftsjahre 2005 bis 2007 hätten zwischen 14,3 und 15,4 gelegen). Unter Berücksichtigung eines Abschlags von 20% wegen der anhaltenden Kapitalmarktvolatilität und unter Zugrundelegung der Ergebnisschätzung der Analysten von Hauck & Aufhäuser für 2009 ergebe sich ein Kursziel von 27 Euro (vorher: 36 Euro).

Die Analysten von Hauck & Aufhäuser bestätigen die Generali-Aktie auf der H&A-Research-Aktien-Select-Liste. (Analyse vom 07.08.2008) (07.08.2008/ac/a/a)




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