|
 |
|
| |
|
 |
| Kurs |
Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
| - |
- |
0 |
0 % |
/ |
| |
| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
|
|
- |
- |
| |
|
|
| |
|
|
| |
Allied Irish Banks von Select-Liste gestrichen 07.08.2008
Hauck & Aufhäuser
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der Analyst von Hauck & Aufhäuser, Sebastian Reuter, nimmt die Aktie der Allied Irish Banks (ISIN IE0000197834 / WKN 861542) von der H&A-Research-Aktien-Select-Liste.
Der Nettogewinn habe im ersten Halbjahr 2008 mit 1.085 Mio. Euro zwar leicht über dem Vorjahresresultat (1. Halbjahr 2007: 1.079 Mio. Euro) gelegen. Hierzu hätten jedoch eine deutlich niedrigere Steuerquote und ein höheres Finanzanlageergebnis beigetragen. Das bereinigte Ergebnis vor Steuern habe hingegen um 11% auf 1.173 Mio. Euro nachgegeben. Die Sparte Polen habe beim Vorsteuergewinn ein Plus von 4% auf 177 Mio. Euro verbucht. Zwar hätten die verwalteten Vermögen einen massiven Rückgang von 34% verzeichnet. Die anhaltend stabile Kreditnachfrage (Kredite: +20%) und eine strikte Kostenkontrolle hätten die negativen Effekte in der Vermögensverwaltung jedoch kompensieren können.
In Großbritannien (Vorsteuergewinn: +20% auf 233 Mio. Euro) sei die Ergebnisentwicklung durch Verkaufsgewinne in Höhe von 29 Mio. Euro positiv beeinflusst worden. Bereinigt wäre der Vorsteuergewinn nach Angaben der Analysten lediglich auf Vorjahresniveau ausgefallen. Insbesondere der Anstieg der Risikovorsorge (19 Mio. Euro; Vj.: 4 Mio. Euro) habe belastet. Gleichzeitig habe sich die Kreditnachfrage spürbar verlangsamt (Kredite ggü. Vj. +12%; seit Dezember 2007: +5%).
Auf dem Heimatmarkt (AIB BANK Republic of Irland) habe die Bank ebenfalls eine Steigerung beim Vorsteuerresultat von 7% auf 574 Mio. Euro generiert. Diese sei jedoch auch ausschließlich auf Gewinne aus Verkaufserlösen zurückzuführen gewesen. Der bereinigte Gewinn habe hingegen um 5% nachgegeben. Die nachlassende Kreditqualität habe zu einem Anstieg der Risikovorsorge von 94% auf 89 Mio. Euro geführt. Das Wachstum bei der Kreditvergabe sei seit Dezember auf 4% gesunken (Kreditwachstum GJ 2007: +20%).
Angesichts des negativen Kapitalmarktumfelds habe auch der Bereich Capital Markets einen Rückgang beim Ergebnis vor Steuern erlitten (-8% auf 295 Mio. Euro). Neben einem rückläufigen Handelsergebnis hätten höhere Refinanzierungskosten sowie geringere Erträge im Firmenkundengeschäft belastet.
Insbesondere mit Blick auf das schwierige konjunkturelle Umfeld auf dem Heimatmarkt Irland habe Allied Irish Banks die Gewinnprognose für 2008 kräftig gesenkt. Nachdem die Bank, ausgehend von einem Ergebnis je Aktie 2007 von 2,06 Euro, von einer Steigerung in Höhe von rund 10% ausgegangen sei, hätten die Iren ihr Gewinnziel auf 1,85 Euro bis 1,90 Euro je Aktie reduziert. Gleichzeitig erwarte das Unternehmen auch künftig massive Belastungen durch eine höhere Risikovorsorge. Diese solle sich nach Unternehmensangaben im Jahr 2009 auf 60 bis 80 Basispunkte im Verhältnis zu den gesamten Krediten belaufen. Die bisherige Prognose habe zwar für 2008 gegolten, habe sich jedoch auf lediglich 20 Basispunkte belaufen. Die Prognosen hätten die Analysten dementsprechend reduziert.
Auch wenn die Aktie auf Basis ihrer aktualisierten Gewinnprognosen optisch nicht teuer sei, erachte man das Kurspotenzial nach der verhaltenen Berichterstattung jedoch als eher begrenzt. Gleichzeitig bestehe die Gefahr erneut negativer Enttäuschungen in Form einer weiter nachlassenden Ertragsdynamik in Irland und Großbritannien. Wertberichtigungsbedarf auf strukturierte Kredite und nicht zuletzt auf die Beteiligung der M&T-Bank könnten aus heutiger Sicht ebenfalls nicht ausgeschlossen werden.
Die Analysten von Hauck & Aufhäuser nehmen die Aktie der Allied Irish Banks von der H&A-Research-Aktien-Select-Liste. (Analyse vom 06.08.2008) (07.08.2008/ac/a/a)
|
 |
|
|
 |
|
|
| |
|