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Generali "hold" 04.08.2008
Vontobel Research
Zürich (aktiencheck.de AG) - Viktor Dammann, Analyst von Vontobel Research, bewertet die Generali-Aktie (ISIN IT0000062072 / WKN 850312) in der aktuellen Ausgabe von "Vontobel Morning Focus" mit "hold".
Die 1H/2008-Zahlen vom Donnerstagnachmittag: Die Bruttoprämien Leben seien um 7,6% auf EUR 25,0 Mrd. (vergleichbar +5,6%) gestiegen. Annual Premium Equivalent (APE) und New Business Value (NBV) hätten zweistellig zugelegt. Der operative Gewinn sei aber wegen der Finanzmarktentwicklung mit EUR 1.517 Mio. 17% unter 1H/2007 geblieben.
Nichtleben habe die Bruttoprämien um 5,1% auf EUR 11,8 Mrd. (vergleichbar +3,5%) gesteigert. Vor allem die Combined Ratio von 94,6% (95,0%) habe eine Steigerung des operativen Gewinns auf EUR 1.204 Mio. (+6%) ermöglicht.
Ein nicht operativer Gewinn von EUR -168 Mio. nach EUR -39 Mio. und höhere Minderheiten hätten auf Gruppenebene trotz eines tieferen Steuersatzes von 25% (30% im 1H/2007) einen Gewinnrückgang von 17% auf EUR 1.460 Mio. bewirkt. Der 1H/2008-Gewinn habe im Rahmen des Konsenses aber unter den Erwartungen der Analysten gelegen. Das EPS sei von EUR 1,38 auf EUR 1,08 gefallen.
Der Prämien-Rückgang im Bancassurancekanal habe sich im italienischen Lebensgeschäft nicht mehr so stark ausgewirkt wie in den vergangenen Quartalen, weil dieser Kanal massiv an Bedeutung verloren habe. Dank Riesterrentenprodukten habe sich Deutschland nochmals sehr gut entwickelt (operativer Gewinn +15%). Frankreich, ebenfalls im Zusammenhang mit Swiss Life interessant, habe ein uneinheitliches Bild mit einem höheren APE (+8%), einem tieferen NBV (-11%) und einem 2%-Anstieg des operativen Gewinns gezeigt.
Bei den Nichtleben-Bruttoprämien hätten Zentral- und Osteuropa hohe Zuwachsraten (16%) verzeichnet, während Deutschland und Italien stagniert hätten. Die Reduktion der Combined Ratio sei ausschließlich durch die hervorragende Entwicklung in Osteuropa zustande gekommen, wo eine Reduktion von 90,7% auf 82,1% erreicht worden sei.
Mit Spannung seien die Auswirkungen der Finanzmarktturbulenzen auf Eigenkapital und Gewinn erwartet worden. Die im Eigenkapital ausgewiesenen nicht realisierten Gewinne hätten sich von EUR 2.024 Mio. auf EUR -915 Mio. reduziert. Die erfolgswirksamen Abschreibungen auf Aktien hätten EUR 905 Mio. erreicht, wovon der größte Teil das Lebensgeschäft betroffen habe und damit auch von den Policeneignern getragen werde. Im Nichtleben seien im 2Q/2008 EUR 116 Mio. bei Kapitalanlagen von EUR 51 Mrd. erfolgswirksam abgeschrieben worden, was angesichts der Kursverluste an den Börsen wenig ins Gewicht falle.
Die anspruchsvollen Gewinnziele (2009 EUR 3,8 Mrd.), welche sich Generali für 2009 gesteckt habe, seien mit dem Gewinnrückgang im 2Q/2008 schwerer zu erreichen. Die Analysten würden ihre Gewinnschätzungen deshalb um 8% bis 15% nach unten revidieren. Natürlich hänge einiges von der weiteren Entwicklung der Börsen ab. Ein weiteres Absacken der Kurse könnte weitere erfolgswirksame Impairments auf Aktien auslösen.
Die Analysten von Vontobel Research stufen die Aktie von Generali mit "hold" ein. Das Kursziel sehe man bei EUR 27. (Analyse vom 04.08.2008) (04.08.2008/ac/a/a) Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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