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Banco Santander kaufen 07.07.2008
Hauck & Aufhäuser
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der Analyst von Hauck & Aufhäuser, Sebastian Reuter, nimmt die Banco Santander-Aktie (ISIN ES0113900J37 / WKN 858872) neu in die H&A-Research-Aktien-Select-Liste auf und rät zum Kauf des Titels.
Positive Impulse für die Gewinnentwicklung sollten insbesondere von den lateinamerikanischen Aktivitäten ausgehen. Dies gelte insbesondere für Brasilien, wo Santander durch den Kauf der Banco Real künftig rund 22% des Ergebnisses generiere. Gemäß den Prognosen der brasilianischen Zentralbank dürfte das Land auch im laufenden und im nächsten Jahr überdurchschnittliche Zuwächse beim Bruttoinlandsprodukt aufweisen (2007: +5,4%; 2008e: +4,7%; 2009e: +4,0%). Gleichzeitig würden die Inflationsraten vergleichsweise niedrig bleiben (2007: +4,5%; 2008e: +4,7%; 2009e: +4,5%).
Die insgesamt stabile konjunkturelle Entwicklung mit niedrigen Inflationsraten spiegle sich nicht zuletzt in der jüngsten Ratinghochstufung durch Standard & Poor’s wider, die das Land seit Mai 2008 als Investmentgrade einstuft. Mit Blick auf den niedrigen Durchdringungsgrad sei davon auszugehen, dass sich das hohe Gewinnwachstum bei den Spaniern fortsetze. Vor allem die Kreditnachfrage und der hohe Bedarf an Altersvorsorge-Produkten dürften sich auch künftig positiv auf die Ergebnisrechnung auswirken.
Ferner sprächen die zu erwartenden Synergien im Zuge der Banco-Real-Integration für Gewinnzuwächse. Insgesamt würden die Spanier bis 2010 von Ertragssynergien in Höhe von 110 Mio. EUR p. a. ausgehen (2008: 39 Mio. EUR; 2009: 83 Mio. EUR; 2010: 110 Mio. EUR). Der Betrag sei konservativ angesetzt, zumal es auf der Ertragsseite kaum Überschneidungen gebe und dementsprechend Cross-Selling-Potenzial gegeben sei. Die avisierten Ertragssynergien entsprächen weniger als 2% der kombinierten Ertragsbasis. Gleichzeitig ergäben sich Einspareffekte auf der Kostenseite. Durch die Zusammenlegung von Verwaltungsaufgaben und IT-Funktionen sowie Stellenstreichungen sollten ab 2010 pro Jahr insgesamt 700 Mio. EUR eingespart werden (2008: 280 Mio. EUR; 2009: 525 Mio. EUR; 2010: 700 Mio. EUR), zumal sich weitere Synergien mit zentralen Einheiten des Konzerns ergeben würden. Letzteres gelte vor allem für die Produktionseinheiten in den Bereichen Asset Management, Insurance und Kreditkarten.
Das konservativ agierende Risikomanagement sollte vor negativen Überraschungen schützen. Durch die starke Fokussierung auf Schwellenländer mit tendenziell höheren Kreditausfallraten würden die Spanier bereits einen vergleichsweise hohen Deckungsgrad bei den notleidenden Krediten aufweisen (Ende 2007: 150,55%). Vor dem Hintergrund der restriktiven Auflagen der spanischen Bankenaufsicht würden keine außerbilanziellen Refinanzierungsvehikel (SIVs) existieren.
Defensive Qualitäten besitze das Unternehmen auch aufgrund seiner sehr retaillastigen Geschäftsausrichtung. Das Privatkundengeschäft trage rund 77% zum Gesamtresultat bei. Weitere 4% würden im Segment "Asset Management & Insurance" erwirtschaftet, so dass insgesamt 81% in "stabilen" Geschäftsfeldern verdient würden. Die breite regionale Diversifikation sollte ebenfalls für eine wenig volatile Gewinnentwicklung sorgen.
Neben den Marktanteilsgewinnen in Brasilien würden die Analysten auch in Großbritannien von Zuwächsen ausgehen. Die inzwischen erfolgreich integrierte Abbey National profitiere von der kapitalstarken spanischen Mutter. Während die britischen Konkurrenten angesichts angespannter Eigenkapitalausstattungen die Kreditvergabe stark hätten einschränken müssen, könne die britische Santander-Tochter vom höheren Margenniveau profitieren. Gleichwohl richte die Bank das Hauptaugenmerk auf das Margenniveau und eine vor-sichtige Kreditvergabepolitik. Volumenwachstum und Marktanteilsgewinne zu Lasten der Marge und der Risikovorsorge würden vermieden.
Im Vergleich zur Peergruppe weise Santander, gemessen am KGV, eine geringfügig niedrigere Bewertung auf. Das erwartete Ergebniswachstum liege jedoch deutlich über vergleichbaren Adressen.
Die Analysten von Hauck & Aufhäuser nehmen die Banco Santander-Aktie auf die H&A-Research-Aktien-Select-Liste mit einem Kursziel von 13,50 Euro auf und empfehlen den Kauf. (Analyse vom 07.07.2008) (07.07.2008/ac/a/a)
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