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Datum/Zeit |
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15,48 € |
-0,18 € |
-1,14 % |
24.04/17:35 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| GB0005405286 |
923893 |
- € |
- € |
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HSBC kaufen 09.06.2008
Hauck & Aufhäuser
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der Analyst von Hauck & Aufhäuser, Sebastian Reuter, rät zum Kauf der HSBC-Aktie (ISIN GB0005405286 / WKN 923893).
Als positiv würden die Analysten insbesondere das vergleichsweise risikoarme Geschäftsmodell der Briten erachten. Die breite regionale Aufstellung spreche auch in den kommenden Jahren für eine stabile und wenig volatile Gewinnentwicklung. Aber auch die ausgewogene Aufstellung der Sparten sollte für leicht prognostizierbare Ergebnisse sorgen. Mit Blick auf die anhaltenden Verwerfungen an den Kapitalmärkten sei vor allem die relativ niedrige Abhängigkeit vom Investment Banking positiv hervorzuheben.
Der Ergebnisanteil der Sparte "Global Banking & Markets" habe sich im vergangenen Geschäftsjahr auf lediglich 25% belaufen. Dagegen hätten die "stabilen" Segmente "Personal Financial Services", "Commercial Banking" sowie "Private Banking" rund 60% zum Gesamtresultat beigesteuert. Ferner würden sich wohl künftige Wertberichtigungen auf strukturierte Kredite in Grenzen halten. Mit Blick auf das Kreditvolumen von insgesamt 982 Mrd. USD (Stand Dezember 2007) falle das Engagement eher bescheiden aus (strukturierte Subprime-Investitionen per Ende März 2008 auf 3,2 Mrd. USD; sonstige strukturierte Kreditprodukte: 12,5 Mrd. USD, LBO-Exposure 8,6 Mrd. USD).
Ferner überzeuge die Analysten die überdurchschnittlich komfortable Eigenkapitalausstattung. Vor dem Hintergrund des insgesamt eher defensiven Geschäftsmodells habe die Kernkapitalquote bei üppigen 8,1% gelegen. Die Tier 1-Quote habe bei 9,3% gelegen und somit bereits spürbar über der Zielquote von 7,5% bis 9,0%. Während die meisten Institute auf Grund knapper Eigenkapitalausstattungen die Kreditvergabe drosseln oder gar zurückfahren müssten, könne HSBC wachsen und neue Marktanteile hinzugewinnen.
Ebenfalls als solide zu bezeichnen sei die Liquiditätssituation der Briten. Der deutliche Einlagenüberhang in nahezu allen Bereichen (Kredite zu Depositen 2007 Hong Kong: 38%; Rest Asien: 68%; Lateinamerika: 78%; Europa: 90%) gewährleiste ebenfalls weiteres Wachstum durch interne Refinanzierungsmöglichkeiten. Die Abhängigkeit von externen Refinanzierungsquellen sei somit vergleichsweise gering.
Als Wachstumsmotor sollte weiterhin die Regionen Asien und Pazifik dienen. Der zunehmende Wohlstand in der Region dürfte insbesondere die Gewinnentwicklung der Private Banking-Aktivitäten beflügeln. So gehe der World Wealth Report 2007 von Merrill Lynch und Capgemini insbesondere für die Wachstumsregionen von überproportionalen Zuwächsen bei den verwalteten Vermögen aus. So lägen die Prognosen für den Zeitraum bis 2011 bei 8,5% p.a. für die Region Asien/Pazifik und Mittlerer Osten.
Kursunterstützend dürfte auch der Einstieg des Aktivisten Knight Vinke (2007) wirken, der das Management zu einer stärkeren Fokussierung drängen möchte. Dieser halte zwar nur einen Anteil von rund einem Prozent an der Bank, habe jedoch bereits unter anderem Unterstützung von der kalifornischen Pensionskasse Calpers zugesagt bekommen, die schätzungsweise einen Anteil von knapp unter 3% an der britischen Bank halte.
Für den Titel spreche außerdem die aktionärsfreundliche Dividendenpolitik. Mit einer Dividendenrendite (2009e) von 5,4% auf Basis der Schätzung der Analysten von Hauck & Aufhäuser liege HSBC zwar nur leicht über dem Sektordurchschnitt. Dieser weise aktuell eine Rendite von 5,1% auf. Angesichts der bei einigen Branchenvertretern angespannten Eigenkapitalausstattungen erscheine den Analysten dieser Wert jedoch noch als zu hoch.
Die Analysten von Hauck & Aufhäuser nehmen die HSBC-Aktie auf die H&A-Research-Aktien-Select-Liste mit einem Kursziel von 1.005 GBp auf und empfehlen den Kauf. (Analyse vom 09.06.2008) (09.06.2008/ac/a/a)
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