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Julius Bär kaufen


14.05.2008
Hauck & Aufhäuser

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der Analyst von Hauck & Aufhäuser, Sebastian Reuter, rät zum Kauf der Julius-Bär-Aktie (ISIN CH0029758650 / WKN A0MQFZ).

Zwar würden die Bewertungsrelationen im Vergleich zu Bankwerten nicht gerade günstig erscheinen. Insbesondere im Vergleich mit der UBS (Konsens-KGV 09e: 10,6) und der Credit Suisse (Konsens-KGV 09e: 8,8), die ebenfalls stark im Asset Management vertreten seien, weise Julius Bär gemessen am KGV eine deutlich höhere Bewertung auf. Die ausschließliche Fokussierung auf das Asset und Wealth Management gewährleiste jedoch eine deutlich stabilere und leichter prognostizierbare Ergebnisentwicklung, da das Unternehmen nicht so stark den zyklischen Schwankungen des Kapitalmarktgeschäfts unterworfen sei.

Gleichzeitig böten sich interessante Wachstumsperspektiven für Julius Bär. Die alternde Gesellschaft in den westlichen Industrieländern und der zunehmende Wohlstand würden den Beratungs- und Anlagebedarf erhöhen. Zudem kämen die öffentlichen und privaten Rentenversicherungssysteme unter Druck. Dementsprechend sollte auch in den kommenden Jahren eine weiter steigende Nachfrage nach Anlageprodukten zu beobachten sein.

Begünstigt würden die Schweizer auch durch die zunehmende Nachfrage nach alternativen Assetklassen und komplexeren Finanzlösungen bei den vermögenden Privatkunden. Während sich die Asset-Allokation in der Vergangenheit vornehmlich auf Aktien und Renten konzentriert habe, liege der Schwerpunkt künftig zunehmend bei alternativen Produkten. So hätten sich die von Hedgefonds und Private-Equity-Gesellschaften verwalteten Vermögen zwischen 2000 und 2006 um jährlich 17% erhöht.


Der Bedarf nach Anlageprodukten werde zudem durch das starke Wachstum der vermögenden Kunden beschleunigt. Die Zahl der Ultra-HNWI (High Net Worth Individuals) habe zwischen 2003 und 2006 jährlich um 10% zugenommen, die verwalteten Vermögen dieser Zielgruppe hätten sich im selben Zeitraum sogar um 22% p. a. erhöht.

Die steigende Nachfrage nach alternativen Assetklassen sollte sich zudem auch weiterhin positiv auf die Margensituation auswirken. Durch den Absatz margenträchtigerer Anlageprodukte sei es den Schweizern gelungen, die Margenziele für 2008 (Bruttomarge 100 Basispunkte) im Privatkundengeschäft bereits im vergangenen Geschäftsjahr mit einem Wert von 101,3 zu übertreffen. Im Vorjahr habe die Marge noch bei 99,1 Basispunkten gelegen.

Weiteres Potenzial ergebe sich schließlich auch aus den positiven Effekten der Globalisierung. Der zunehmende Wohlstand in den Schwellenländern biete zusätzliche Absatzmöglichkeiten für Julius Bär. Durch den forcierten Ausbau der Aktivitäten in Osteuropa sowie im asiatisch-pazifischen Raum sollten die Schweizer überproportional von dieser Entwicklung profitieren. Der Anteil der verwalteten Vermögen aus diesen Regionen sollte dementsprechend in den kommenden Jahren spürbar zunehmen. Bis Ende 2008 wolle das Unternehmen in der Region Asien rund 200 Berater (rund ein Drittel der Berater) beschäftigen.

Positiv dürfte sich der geplante Börsengang der Aktivitäten in den USA auf den Aktienkurs auswirken. Die New Yorker Einheit von Julius Bär habe Ende 2007 85 Mrd. CHF verwaltet (Anteil an dem gesamten verwalteten Vermögen rund 20%). Der Erlös könnte für weitere Expansionspläne in den Wachstumsregionen verwendet werden. In den USA hätten die Schweizer im vergangenen Jahr schätzungsweise 11% des Gewinns erwirtschaftet. Bezogen auf das erwartete Ergebnis 2008 entspräche dies einem Gewinn in den USA von etwa 135 Mio. CHF. Da das KGV 2008e der US-amerikanischen Peergroup im Durchschnitt bei 21 liege, sei aus heutiger Sicht ein Verkaufserlös von knapp 3 Mrd. CHF zu erwarten (würde 3,5% des verwalteten Vermögens entsprechen).

Angesichts des forcierten organischen Wachstums von Julius Bär, das durch einen spürbaren Ausbau des Vertriebs geprägt gewesen sei, dürften die Schweizer aus heutiger Sicht an den positiven Perspektiven überproportional partizipieren. Gleichzeitig scheine es dem Unternehmen zu gelingen, trotz massiver Erweiterung der Kapazitäten die Kosten weiterhin im Griff zu halten. Per saldo sollte das Unternehmen eine überdurchschnittliche Gewinndynamik aufweisen. Aktienrückkäufe würden sich zudem positiv auf das Ergebnis je Aktie auswirken.

Die Analysten von Hauck & Aufhäuser bestätigen die Julius-Bär-Aktie auf der H&A-Research-Aktien-Select-Liste mit einem Kursziel von 103 CHF (vorher: 111 CHF) und empfehlen den Kauf. (Analyse vom 14.05.2008) (14.05.2008/ac/a/a)




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