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Time Warner Kauf drängt sich nicht auf 08.05.2008
Geldanlage-Report
Gerbrunn (aktiencheck.de AG) - Nach Meinung der Experten vom "Geldanlage-Report" drängt sich derzeit ein Kauf der Time Warner-Aktie (ISIN US8873171057 / WKN 592629) nicht auf.
Die verzweifelte Yahoo!-Suche nach einem Ausweg aus den Klauen Googles bringe AOL zurück ins Spiel. Doch eine Fusion Yahoo!/AOL sei eher unwahrscheinlich.
Der unaufhaltsame Abstieg der einstigen Internet-Großmacht America Online (AOL) sei noch nicht gestoppt. Seit der spektakulären Fusion mit dem Film- und Medienkonzern Time Warner am Hochpunkt der Interneteuphorie im Jahr 2000 seien inzwischen über sieben Jahre vergangen. Mangels Bedeutung der Internetsparte für das operative Geschäft sei aus AOL Time Warner wieder Time Warner geworden zumindest was den offiziellen Firmennamen betreffe. Nur zur Erinnerung: Ursprünglich sei ja Time Warner von AOL geschluckt worden.
Nun würden sich die Hinweise mehren, dass unter dem zunehmenden Druck der Aktionäre die Internetsparte ganz ausgegliedert werden solle. Aber auch das Filmgeschäft laufe nicht rund. Am Mittwoch habe Time Warner einen Einbruch des Nettogewinns um 36 Prozent auf 771 Millionen US-Dollar bekannt geben müssen.
Nur die Ankündigung, man werde die lukrative Kabelsparte aus dem Konzern ausgliedern, habe die Kursverluste in Grenzen gehalten. Der Markt habe seit jeher die Kombination der verschiedenen Geschäftsbereiche Film, Internet und Kabelgeschäft missbilligt. Bei einer Aufspaltung dürfte jeder Teil für sich genommen wesentlich mehr Wert sein als das jetzige Konglomerat.
Wegen des rückläufigen Internetzugangs-Geschäfts habe AOL sich zuletzt voll auf Internetanzeigen fokussiert und das höhermargige Geschäft nach dem Vorbild Googles auf Touren bringen wollen. Doch wieder einmal habe das Ergebnis enttäuscht. Gerade einmal um ein Prozent habe der Umsatz im Werbebereich gesteigert werden können. Das liege nicht daran, dass man nicht genügend Seiten bedienen würde.
17,5 Milliarden Page Views (Zugriffe auf eine Internetseite) umfasse das AOL-Netzwerk. Ähnlich wie bei Yahoo! und CNET gelinge es der Nummer vier im Bereich Online Werbung aber nicht annähernd mit dem Geschäft so hohe Gewinnmargen zu erzielen wie Google. Die Fertigstellung der so genannten Plattform A, in die die verschiedenen, teils zugekauften, Marketingsysteme integriert werden sollten, sei nicht schnell genug gegangen.
Der Verantwortliche für die Zusammenführung, Curt Viebranz, habe nach weniger als sechs Monaten wieder seinen Hut nehmen müssen. Strategisch wolle AOL zurück zu den Wurzeln: Der Community-Gedanke unter den Mitgliedern solle wieder im Mittelpunkt stehen. Hoffnungsträger sei das rein englischsprachige soziale Netzwerk Bebo, das AOL im März für 850 Millionen US-Dollar aufgekauft habe. Der MySpace.com-Klon habe 25 Millionen Mitglieder und sei vor allem im englischsprachigen Europa und in Ozeanien beliebt.
AOL sei wegen eigener Probleme für Yahoo! kaum der richtige Partner.
Ein Kauf der Time Warner-Aktie drängt sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht auf, so die Experten vom "Geldanlage-Report". (Analyse vom 08.05.2008) (08.05.2008/ac/a/a)
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