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Cree Spekulation für starke Nerven 21.01.2002
iWatch
Für die Analysten von „iWatch“ handelt es sich bei Cree (WKN 891466) um ein hoch spekulatives Investment.
Cree hat am Freitag, dem 11.01.02 sein Quartalsergebnis bekannt gegeben. Während sich Intel, AMD als auch die gesamte Halbleiterbranche wieder vorsichtig optimistisch gebe, wenngleich keine grossen Sprünge erwartet würden, da habe Cree noch einmal den Keller ausgemistet. Das prognostizierte Ergebnis von 9 Cents Gewinn je Aktie sei um einen Cent knapp verfehlt worden. Aufgrund von Sonderabschreibungen auf veraltete Technologieprodukte sei der Gewinn jedoch in einen Verlust von 24 Cents je Aktie umgekehrt worden.
Die GAAP, die amerikanischen Vorschriften zur Bilanzerstellung, seien schon recht eng gefasst. Viel Spielraum für Interpretationen bleibe dort nicht. Die Nische, die bislang jedoch noch nicht geschlossen worden sei, werde seit einigen Quartalen schamlos von Unternehmen ausgenutzt und so langsam setze sich bei Anlegern ein Missmut über diese Vorgehensweise durch. Es sei schwer einsichtig, warum durch Missmanagement entstandene hohe Lagerbestände durch Sonderabschreibungen bereinigt werden könnten um dem Anleger gleichzeitig vorzugaukeln, dass ohne diese Sonderabschreibung ja eigentlich ein Gewinn erwirtschaftet worden wäre.
Über diese Praxis der Sonderabschreibungen könne das Management derzeit fast alles an Fehlern korrigieren und darauf hinweisen, dass das "eigentliche" Geschäft ja recht gut laufe, oder? Nun, was interessiere den Anleger der Begriff "eigentlich", wenn sein Geld futsch sei? Das Unternehmen habe Millionen verbrannt und da sei der operative Gewinn abzüglich der Sonderabschreibungen kein Trost! Es sei höchstens ein Vertrösten auf die Zukunft. Und Anleger von heute würden ungeduldig.
Und mit dem Verströsten auf die Zukunft sei es auch nicht so rosig bei Cree, denn im Ausblick habe das Management die Prognosen für das laufende Jahr weiter zurück genommen. Der Umsatz bleibe gleich oder steige maximal um bis zu 6% an. Das sei nicht viel für eine Aktie, die sich seit Mitte September aufgrund der aufkommenden Konjunkturerholungshoffnung fast verdreifacht habe. Nein, mit einem solchen Ausblick könne man Anleger nicht vertrösten.
Der Kurs sei seither um über 30% gefallen. Einstiegskurse? Nun, das KGV 02e betrage somit noch immer knapp 50. Bei stagnierendem Umsatzwachstum sei dies recht teuer. Das KUV 02e betrage 8 und liege damit auch noch jenseits von Gut und Böse. Aus fundamentalen Gesichtspunkten könne man also noch nicht einsteigen. Charttechnisch sei nach einem solchen Absturz meist eine Gegenreaktion zu erwarten, die ca. 30% des aktuellen Verlustes wieder gut mache.
Damit könne der Kurs von Cree durchaus nochmals auf 24 USD ansteigen - dies ist nach Einschätzung der Analysten von „iWatch“ jedoch eine Spekulation für starke Nerven.
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