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ImClone Systems "underperform" 21.01.2002
Hornblower Fischer
Die Analysten von Hornblower Fischer stufen die Aktien von ImClone Systems (WKN 883074) auf "underperform" herab.
ImClone Systems sei mit einem Minus von 30% auf 21,15 US-Dollar weiter stark unter die Räder geraten, nachdem die Aktien bis kurz vor Börsenschluss vom Handel ausgesetzt waren. Kongressabgeordnete hätten angekündigt, die klinischen Testreihen mit ImClones Antikrebsmedikament Erbitux genauestens zu untersuchen, da der Verdacht bestehe, dass das Biotechunternehmen absichtlich schlechte Nachrichten aus den Studien zurückgehalten habe und damit vorsätzlich Investoren und nicht zuletzt verzweifelte Patienten, die auf eine erfolgreiche Therapie mit Erbitux hofften, getäuscht habe. Der Untersuchungsausschuss werde dafür Unterlagen sowohl von der FDA und ImClone, als auch von ImClones Partner Bristol-Myers Squibb (WKN 850501) einsehen.
Unter starken Beschuss sei v.a. die Presseerklärung vom 28. Dezember geraten, in der ImClone negative Nachrichten im Bezug auf die Marktzulassung von Erbitux verschwiegen haben soll. Das Unternehmen habe in der Presseerklärung lediglich bekannt gegeben, dass die FDA die Marktzulassung von Erbitux vorrübergehend abgewiesen hätte, halte aber bewusst die Nachricht zurück, dass das Vorgehen in den Phase III-Studien von der FDA unter Androhung der Durchführung von neuen Testreihen schon seit August 2000 (!!) kritisiert wurde. Das Komitee wolle weiterhin prüfen ob das Management von ImClone (Präsident Samuel Waksal und sein Bruder Harlan Waksal) bereits zu einem Zeitpunkt Aktien verkauft hatte, an dem der begründete Verdacht bestand, dass Erbitux mit den eingereichten Daten nicht auf dem Markt zugelassen werden werde, und dabei einen satten Gewinn von insgesamt 111 Mio. US-Dollar gescheffelt hätten.
ImClone und Bristol-Myers Squibb hätten bis jetzt lediglich bekannt gegeben, dass sie mit dem Untersuchungsausschuss zusammenarbeiten werden. Die Verzögerung in der Marktzulassung sei zwar ein Rückschlag, aber dennoch "nur" eine Verzögerung und nicht der Untergang von Erbitux". Die Aktien von ImClone hätten im nachbörsliche Handel um weitere -10,69% auf 18,84 US-Dollar nachgegeben. Die Indizien würden sich verdichten, dass die Verzögerung in die Durchführung von neuen Testreihen mit Erbitux münden werde, was sogar den Patentschutz von Erbitux gefährden könnte.
Aufgrund der brodelnden Gerüchteküche um ImClone und sein Management stufen die Analysten von Hornblower Fischer den Wert trotz des bereits eingebrochenen Kurses bis auf weiteres auf "underperform", zumal die momentane Situation und insgesamt nebulöse Nachrichtenlage keine fundamentale Einschätzung erlaubt.
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