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Bunge vernünftig bewertet


06.03.2008
Geldanlage-Report

Gerbrunn (aktiencheck.de AG) - Als Produzent und Händler von Soft Commodities profitiert Bunge (ISIN BMG169621056 / WKN 762269) direkt von den verschiedenen Facetten des Booms, trotzdem ist die Aktie nach Meinung der Experten vom "Geldanlage-Report" vernünftig bewertet.

Als Produzent und Händler von Soft Commodities profitiere Bunge direkt von den verschiedenen Facetten des Booms. Trotzdem sei die Aktie vernünftig bewertet. Obwohl Bunge der größte Ölsaatenverarbeiter weltweit und seit 2000 auch in Hamburg mit einer großen Handelsgesellschaft vertreten sei, würden hierzulande nur wenige das Unternehmen kennen. Das sei schade, denn mit einer Marktkapitalisierung von 15 Milliarden US-Dollar sei die erst seit 2001 börsennotierte Gesellschaft ein Schwergewicht im Sektor. Die in White Plains, New York, residierenden Amerikaner würden speziell bei Sojaprodukten über eine exzellente Marktposition verfügen. Aber auch mit Sonnenblumenkernen, Rapsöl, Weizen und Mais werde gehandelt.

Größtes Plus sei jedoch die Verzahnung von Handel, Infrastruktur und Logistik, die dem Unternehmen eine hohe Flexibilität verleihe. So könne man sich schnell an veränderte Marktbedingungen anpassen. So habe beispielsweise die Liefermenge nach Spanien im letzten Jahr von einem "normalen" Wert von 500 Tonnen bis auf 3,5 Millionen Tonnen nach oben gefahren werden können.


Auch im Mittleren Osten hätte man ähnliche Probleme zur vollen Zufriedenheit der Kunden lösen können, habe CEO Alberto Weisser in der Analystenkonferenz erläutert. Auffällig dabei: Die wohl meist verwendeten Worte während der Fragen der acht anwesenden Analysten seien "vorsichtig" und "schwierig zu prognostizieren" gewesen. Weisser habe so erneut deutlich gemacht, dass sich speziell bei Soft Commodities die Lage durch externe Einflüsse wie Unwetter sehr schnell ändern könne.

In naher Zukunft könnte beispielsweise Ärger mit brasilianischen Bauern drohen. Diese seien von den ständig steigenden Düngerpreisen erzürnt und würden mit Demonstrationen drohen. Der südamerikanische und speziell der brasilianische Markt sei sehr wichtig für Bunge. Zwar erziele das Unternehmen mit dem Düngergeschäft nur 10 Prozent seiner Umsätze. Diese 10 Prozent würden aber für fast 40 Prozent der operativen Gewinne sorgen, so dass die Situation dort ernst zu nehmen sei.

Andererseits kalkuliere Bunge für 2008 bereits mit rückläufigen Margen im Düngerbusiness, so dass diese Probleme die Jahresplanung nicht gefährden sollten. Eine Erläuterung zum Thema Dünger: Bunge betreibe Phosphat-Minen. Phosphat sei neben Kalium und Stickstoff der dritte wichtige Grundstoff für Dünger. Bunge habe hier aber keine so große Preismacht wie die Kalium-Produzenten.

Prinzipiell bleibe festzuhalten: Bunge sei in der Vergangenheit sowohl organisch als auch durch Zukäufe stark gewachsen, habe seinen Umsatz seit 2001 vervierfachen und den Gewinn mehr als versechsfachen können. Ein Ende der Erfolgsgeschichte sei nicht sichtbar.

Nach Ansicht der Experten vom "Geldanlage-Report" sollte Bunge dank hoher Flexibilität beim Handel in jedem Marktumfeld Geld verdienen können. (Analyse vom 06.03.2008) (06.03.2008/ac/a/a)



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