Suche
nach Kursen
 Aktien
 Fonds
 Zertifikate
 Optionsscheine
 Optionen & Futures
nach Artikeln
alle Artikel
nur Analysen
nur News
als Quelle
 
WKN/ISIN/Symbol/Name

Login Depot + Forum
 
Passwort vergessen?


   
Aktuelle Kursinformationen ()
Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
-   -   0 0 % /
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
-   -  
 
 
 

Bunge bleibt Basisinvestment


05.03.2008
Rohstoff-Report

München (aktiencheck.de AG) - Wie die Experten von "BörseGo" in ihrem Infoservice "Rohstoff-Report" berichten, bleibt die Aktie von Bunge (ISIN BMG169621056 / WKN 762269) ein Basisinvestment.

Das in über 30 Ländern mit Schwerpunkt Brasilien tätige Unternehmen sei der weltweit größte Händler und Verarbeiter von Sojaprodukten. Knapp 40 Prozent der Weltproduktion würden auf die USA entfallen. Zweitwichtigstes Land sei Brasilien mit 25 Prozent, gefolgt von Argentinien mit 18 Prozent und China mit 8 Prozent. Aus Sojabohnen werde Sojaöl und Sojamehl gewonnen. Sojamehl werde hauptsächlich als Futtermittel verwendet, Europa sei der Hauptimporteur von Sojamehl für Tierfutter. Sojaöl sei das meist verbrauchte pflanzliche Öl mit einem weltweiten Marktanteil von etwa 25 Prozent.

Zusätzlich profitiere Bunge Limited als größter Produzent und Lieferant von Dünger für die südamerikanische Landwirtschaft vom rasanten Aufschwung des Agrarsektors. Ohne wirksame Düngemittel würde der Ernteertrag der stark genützten Böden markant sinken. Der Boom an den Agrarmärkten steigere ständig die Nachfrage nach ihren Erzeugnissen, die verfügbaren Anbauflächen seien aber begrenzt. Durch die explodierende Weltbevölkerung, die Industrialisierung und der Verstädterung gehe immer mehr landwirtschaftlich genutzte Fläche verloren. Auf kleineren Flächen müsse mehr und effizienter produziert werden, der Einsatz von Düngemittel sei unerlässlich. Ein weiteres viel versprechendes Standbein des Unternehmens liege in der Herstellung von Biodiesel. Biodiesel sei ein Kraftstoff mit ähnlichen Eigenschaften wie Dieselkraftstoff. Im Gegensatz zum konventionellen Dieselkraftstoff werde er jedoch nicht aus Erdöl, sondern unter anderem aus Pflanzenölen wie Sojaöl gewonnen. Rekordölpreise würden weltweit zur Umstellung auf alternative Energien zwingen.


Seit dem Börsengang des Unternehmens im Jahre 2001 befinde sich das Papier in einem steilen Aufwärtstrend und bereite seinen Aktionären überdurchschnittliche Kursgewinne. Alleine im letzten Jahr sei die Aktie um fast 70 Prozent gestiegen. Im Januar dieses Jahres habe die Aktie auf einem Allzeithoch bei 123,42 Dollar notiert. Anfang Februar habe die Aktie jedoch um 6,3 Prozent korrigiert, nachdem der Gewinn für das vierte Quartal und der Ausblick des Managements für das Geschäftsjahr 2008 die Euphorie der Anleger gebremst habe. Für das gerade abgelaufene vierte Quartal erziele das Agrarunternehmen einen Gewinn von 1,82 Dollar pro Aktie, was einen Ertragsrückgang von etwa 16 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum bedeute. Der Umsatz sei gegenüber dem Vorjahr um 82,5 Prozent auf 14,02 Milliarden gestiegen und liege zugleich deutlich über den von Wall Street erwarteten 11,79 Milliarden Dollar. Die Umsätze aus dem Agrargeschäft seien gegenüber dem Vorjahr um 92 Prozent auf 10,48 Milliarden Dollar geklettert, der Absatz für Pflanzenöle für die Nahrungsmittelindustrie lege um 76 Prozent auf 1,84 Milliarden Dollar zu.

Für das Geschäftsjahr 2008 prognostiziere das Management einen Gewinn von 6,01 bis 6,30 Dollar pro Aktie, die aktuellen Konsensschätzungen würden bei 6,30 Dollar pro Aktie liegen. Trotz weiter guter Marktaussichten würden höhere Preise für die für die Produktion von Düngemittel benötigte Schwefelsäure die Gewinnmargen belasten. Gegenwind spüre das Unternehmen auch infolge des starken Anstiegs des Brasilianischen Reals. Der Brasilianische Real notiere aktuell auf einem Neunjahreshoch gegenüber dem Dollar. Alleine in den letzten neun Tagen habe der Brasilianische Real sich um 5,2 Prozent gegenüber dem US-Dollar verteuert. Wie bei allen Rohstoffen sei der US-Dollar die Handelswährung für Rohstoffe wie Soja und Mais, so dass die Abwertung des Dollars zu niedrigeren Erträgen führe und die Gewinnmargen belaste. Insgesamt prognostiziere das Unternehmen für 2008 ein Wachstum im Agrarsektor von 6 bis 8 Prozent und für den Bereich Düngemittel einen Zuwachs von 5 bis 7 Prozent. Das Management rechne für das aktuelle Geschäftsjahr 2008 mit einem weiter hohen Preisniveau für Getreide wie Weizen und Soja und einer guten Ernte in Südamerika.

Trotz einiger Holpersteine bleibe die Wachstumsstory bei Bunge Limited intakt. Das Unternehmen werde auch in Zukunft von der starken Nachfrage nach landwirtschaftlichen Erzeugnissen profitieren. Die wachsende Weltbevölkerung und vor allem der zunehmende Wohlstand in den wirtschaftlich wachsenden Schwellenländern wie China oder Indien würden für einen immensen Bedarf an Lebensmitteln, Tierfutter und Treibstoffen auf Pflanzenbasis sorgen.

Die Experten würden die Gewinnprognose des Unternehmens für äußerst konservativ halten und würden für das aktuelle Geschäftsjahr ein Gewinnwachstum von 7,8 bis 8,0 Prozent gegenüber Vorjahr auf 6,10 bis 6,12 Dollar pro Aktie erwarten. Getrieben durch die starke Nachfrage und weiter hohen Preise für Agrarrohstoffe und Düngemittel würden sie ein Umsatzwachstum von knapp 14 Prozent gegenüber Vorjahr auf 51 Milliarden Dollar prognostizieren. Die Aktie sei unter Berücksichtigung der Gewinnprognose der Experten aktuell mit einem 2008 KGV von 18 ausreichend bewertet. Die aktuellen Kursziele der Analysten würden zwischen 132 und 143 Dollar liegen.

Die starken Kursgewinne des letzten Jahres werden sich in diesem Jahr wohl nicht wiederholen, die Bunge-Aktie bleibt jedoch ein Basisinvestment im zukunftsträchtigen Agrarrohstoff-Sektor, so die Experten von "BörseGo" in ihrem "Rohstoff-Report". (Ausgabe 05 vom 04.03.2008)
(05.03.2008/ac/a/a)



Erweiterte Funktionen
Artikel drucken Artikel drucken
Weitere Analysen & News mehr
 

Copyright 1998 - 2026 optionsscheinecheck.de, implementiert durch ARIVA.DE AG