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voestalpine kaufen


29.02.2008
Erste Bank

Wien (aktiencheck.de AG) - Franz Hörl, CFA der Erste Bank, empfiehlt die Aktie von voestalpine (ISIN AT0000937503 / WKN 897200) unverändert zu kaufen.

Die voestalpine habe diese Woche Zahlen für das dritte Quartal 2007/08 im Rahmen der Analysten-Erwartungen präsentiert. Die Umsätze hätten organisch, sowie aufgrund der Erstkonsolidierung von BÖHLER-UDDEHOLM um 52,4% auf EUR 2.781 Mio. zugelegt. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) habe mit EUR 256,1 Mio. etwa auf Vorjahresniveau und unterhalb des zweiten Quartals gelegen. Es sei wiederum mit EUR 120 Mio. außerordentlichen Aufwendungen aus der Kaufpreisallokation aus dem Kauf der BÖHLER-UDDEHOLM belastet gewesen, wodurch von BÖHLER-UDDEHOLM de facto kein Beitrag zum operativen Gewinn übrig geblieben sei.

Neben saisonalen Effekten begründe sich der vorübergehende Rückgang auch durch etwas niedrigere Stahlpreise im abgelaufenen Quartal, höheren Kosten (vor allem für Energie, Personal, Kohle, Schrott, Transport) sowie geplanten 4-wöchigen Stillständen der Warmband- und Grobblech-Verarbeitungsstraßen. Das Nettoergebnis von EUR 161,3 habe aufgrund positiver Steuereffekte über den Konsensuserwartungen gelegen.


Das Management blicke wieder optimistischer in die Zukunft als noch bei Vorlage der Halbjahreszahlen. Aus derzeitiger Sicht seien demnach keine rezessionären Entwicklungen erkennbar und die Nachfrage sollte sich in allen wesentlichen Kundenindustrien zumindest bis zum Herbst stabil auf hohem Niveau bewegen. Niedrige Stahlimporte, sinkende Lagerbestände und deutlich steigende Eisenerzpreise (+65%) ab April 2008 hätten ArcelorMittal bereits veranlasst, Preiserhöhungen von EUR 90 bis 100/to für Lieferungen im zweiten Kalenderquartal 2008 anzukündigen.

Die voestalpine habe ihre Langfristverträge bereits Anfang Januar 2008 um EUR 50 bis 70/to angehoben und werde voraussichtlich ihre Quartalsverträge im April um 10 bis 15% und nochmals im Juli 2008 anheben, auch als Reaktion auf die gestiegenen Kosten. Die Analysten der Erste Bank werden im nächsten Report voraussichtlich ihre Schätzungen sowie ihr Kursziel aufgrund der (rein buchmäßigen) Aufwendungen für die Kaufpreisallokation sowie der Kursrückgänge der Vergleichsunternehmen reduzieren.

Da die voestalpine-Aktie jedoch sicherlich weiterhin erhebliches Aufwärtspotenzial bietet, bleiben die Analysten der Erste Bank jedenfalls bei ihrer Kaufempfehlung. (Analyse vom 29.02.2008) (29.02.2008/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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