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Walt Disney neutral 27.12.2001
Morgan Stanley Dean Witter
Die Wertpapierspezialisten von Morgan Stanley Dean Witter geben der Aktie des US-amerikanischen Unterhaltungskonzerns Walt Disney (WKN 855686) auch weiterhin das Rating "neutral".
Einer Veröffentlichung des Managements von Disney zur Folge würde der Konzern als Konsequenz aus den sinkenden Werbeeinnahmen keine Kürzung seiner Investitionen in das Netzwerk der ABC Sendeanstalten vornehmen. Statt dessen hätte sich Disney nach Meinung der Börsenspezialisten wohl zu einer starken antizyklischen Investition in ABC entschlossen, um die Programme und Zuschauerquoten neu zu beleben. Falls Disney mit dieser Strategie Erfolg haben sollte, würde sich ABC bei einer Erholung der Werbemärkte in einer guten Ausgangsposition befinden, um stark von einem solchen Aufschwung zu profitieren. Weitere Pluspunkte für den Unterhaltungskonzern seien das EBITDA Wachstum im Bereich Filmed Entertainment, die steigenden Umsätze der Division Kabelfernsehen und die für die Finanzjahre 2002 und 2003 erwartete Erholung des Sektors Konsumprodukte.
Abgesehen von den sinkenden Einnahmen des ABC Netzwerkes und der einzelnen Stationen in Folge des schwachen Werbeumfelds würden den Investmentbankern gesunkene Umsätze der Disney Themenparks Sorgen bereiten. So sei beispielsweise die Besucherquote in Disney World allein im ersten Fiskalquartal des bereits laufenden Geschäftsjahres 2002 um 25% gesunken.
Die pro Forma EPS Prognose der Analysten für den Unterhaltungskonzern würde im Geschäftsjahr 2002 bei 0,55 US-Dollar liegen und könnte sich im Finanzjahr 2003 auf 0,92 US-Dollar steigern. Basierend auf der Gewinnprognose für das Geschäftsjahr 2003 würde Disney nach wie vor zu einem Discount gegenüber den Medienkonzernen gehandelt, dennoch würde es keine bedeutenden Differenzen zwischen der Bewertung Disneys und der seiner Mitwettbewerber geben. Da sowohl zyklische als auch konkurrenzbedingte Faktoren derzeit gegen das Unternehmen arbeiten würden, sei ein gewisses Maß an Discount durchaus berechtigt. Nach Ansicht der Börsenexperten würden es die Anleger derzeit vorziehen, in die Marktführer auf dem Unterhaltungsmarkt wie etwa Viacom und AOL Time Warner zu investieren, die gegenüber Disney insbesondere auf dem Gebiet der langfristigen Wachstumsaussichten über eindeutige Marktvorteile verfügen würden. Des weiteren sollten sich die Investoren darüber im Klaren sein, dass bei einer zyklischen Erholung der Werte auf dem Unterhaltungssektor die Einnahmen aus Themen- und Vergnügungsparks jenen aus dem Werbebereich noch um weitere 6 Monate hinterher hinken würden. Der kritische Punkt für eine Beurteilung eines potentiellen langfristigen zyklischen Aufschwungs bei Disney könnte voraussichtlich zur Mitte des Fiskaljahres 2003 erreicht werden, wenn Daten zur Berechnung einer verbesserten langfristigen Wachstumsrate vorliegen würden.
Da Wettbewerbs- und Wirtschaftsumfeld innerhalb der nächsten 9 bis 12 Monate den Konzern voraussichtlich weiter unter Druck setzen werden, halten die Analysten von Morgan Stanley Dean Witter an ihrem neutralen Rating der Disney Aktie fest.
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