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LVMH reduzieren


10.12.2001
Nord LB

Den Bestand an Aktien der LVMH Louis Vuitton Moet Hennessy SA (WKN 853292) verkleinern, so lautet auch weiterhin die Empfehlung des Analysten Heino Hammann von der Norddeutschen Landesbank.

Der französische Luxusgüterkonzern LVMH habe zwar im ersten Halbjahr bessere Umsatzzahlen als erwartet geliefert, die Gewinnzahlen seien aber für die meisten Analysten enttäuschend gewesen. Der Reingewinn vor Sonderposten sei um 15% auf 318 Mio. Euro gesunken. Das operative Ergebnis habe sich um 7,1% auf 708 Mio. Euro verringert. Auch bei den jüngsten Umsatzzahlen zeichne sich eine Geschäftsabschwächung ab. Im Oktober sei der Konzernumsatz mit 1,11 Mrd. Euro um 5% niedriger als im Vorjahresmonat gewesen. Im September habe der Rückgang 8% betragen. Ursächlich dafür seien hauptsächlich die Terroranschläge in den USA gewesen, die einige Geschäftsbereiche beeinträchtigt hätten. Aufgrund des guten ersten Halbjahres würden die Erlöse für die ersten neun Monate noch einen recht guten Eindruck machen.


Kurz nach den Anschlägen in New York habe der Vorstand erklärt, dass nur noch mit einer Steigerung des operativen Gewinns um 5 bis 10% in diesem Jahr zu rechnen sei, während zuvor eine deutlich zweistellige Zunahme erwartet worden sei. Mitte Oktober sei eine erneute Gewinnwarnung gekommen, wonach lediglich von einem operativen Ergebnis auf Vorjahresniveau gesprochen worden sei. Jetzt stehe fest, dass auch dieses Ziel nicht mehr zu erreichen sei. Der nun in Aussicht gestellte Rückgang von 10 bis 15% sei deutlich höher als die Markterwartungen. Im Jahre 2000 habe das operative Ergebnis 1,96 Mrd. Euro betragen, und die Betriebsmarge habe sich auf 17% beziffert. Die derzeitige Nachfrageschwäche in den USA betreffe insbesondere Luxusgüterhersteller wie LVMH. Besonders gelitten habe auch die Konzernsparte DFS, die sich an Flugreisende richte und nun von der Krise in der Luftfahrtbranche direkt betroffen sei.

Die Analysten der Nord LB rechnen für das laufende Geschäftsjahr mit einem Umsatz in Höhe von 12,3 Mrd. Euro sowie einem Jahresüberschuss (JÜ) von 0,7 Mrd. Euro. Im kommenden Jahr sollten sich die Erlöse auf 13,4 Mrd. Euro belaufen. Der JÜ solle dann bei 1,1 Mrd. Euro liegen.

Da LVMH sehr abhängig sei von der Ausgabenfreudigkeit der Konsumenten, stelle die momentane Konjunkturabschwächung - insbesondere in den USA und Japan - ein Hindernis für eine Geschäftsbeschleunigung dar. Die Terroranschläge in den USA hätten diesen Trend noch verstärkt. Nach mehreren Gewinnwarnungen des Unternehmens sei wohl in diesem Jahr mit einem leicht rückläufigen Betriebsergebnis zu rechnen. Auch im ersten Quartal 2002 dürfte die Lage noch nicht entschärft sein.

Die Experten der Nord LB bleiben bezüglich den LVMH-Aktien bei ihrem Votum "reduzieren".




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