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AXA halten


24.12.2001
Sparkasse Essen

Die Analysten von der Sparkasse Essen stufen die Aktien der AXA S.A. (WKN 855705) auf "halten" ein.

Von einem provinziellen Versicherungskonzern auf Gegenseitigkeit habe sich die französische AXA-Versicherung seit Ende der 60er-Jahre zu einer der ganz großen Adressen im weltweiten Assekuranzgeschäft entwickelt. Mittlerweile sei Axa in 60 Ländern präsent. Zum Angebot gehören das Lebens- und Nichtlebensgeschäft, das Rückversicherungsgeschäft sowie das Finanzdienstleistungs- und Immobiliengeschäft.


In den letzten Jahren sei der Konzern durch diverse Zu- und Verkäufe von Geschäftsbereichen massiv umstrukturiert worden. Bereits in den 90er Jahren sei Axa durch den Mehrheitserwerb des US-Konzerns Equitable der Aufstieg zum Weltkonzern gelungen. Es seien die Übernahme der australischen Mutual (1995) und die Fusion mit der UAP (1996) gefolgt. Im Anschluss seien die Brüsseler Royale Belge sowie die britische Guardian Royal Exchange mit deren deutschen Tochter Albingia übernommen worden. In Japan sei der Einstieg durch die Übernahme der Nippon Dantei Life erfolgt. Im letzten Jahr seien die britische Sun Life und der Fondsmanager Sanford C. Bernstein akquiriert worden. Verkauft worden sei dagegen die Investmentbank DLJ.

AXA habe seine Ertragsprognose für 2001 um ca. 50% gesenkt, was größtenteils an den Abschreibungen auf Investitionen in japanische Telekommunikations- und Technologie-Werte liege. Allein dadurch sei ein Volumen von ca. 350 Mio. Euro entstanden, insgesamt habe sich die GuV um 700 Mio. Euro ermäßigt. Daneben gelte es zu berücksichtigen, dass Axa für die Bilanzierung die US-GAAP neben der französischen Rechnungslegung nutze, was die Rechnungslegung letztendlich intransparenter mache. So seien in den USA sog. US-GAAP-Impairment-Tests durchzuführen. Nach der US-Rechnungslegung würden Firmenwerte und andere Aktiva nach den neuen Buchführungsregeln nicht planmäßig abgeschrieben, sondern nur, wenn der jährliche Impairment-Test ergebe, dass der Marktwert unter dem Buchwert liege. Axa olle diese Buchführungsregeln zwar auf Anlagen in Aktien und Anleihen anwenden, jedoch nicht auf die erworbenen Firmenwerte. Auch wenn derzeit nach Unternehmensansicht kein Bedarf für solche Sonderabschreibungen bestehe, bestehe durch die rege Akquisitionstätigkeit in der Vergangenheit dennoch ein Risiko.

Bei der Sparkasse Essen wird der AXA-Aktie ein "halten"-Rating verliehen.




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