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Comcast Positionen absichern 20.12.2001
Die Telebörse-online
Die Analysten von "Die Telebörse-online" empfehlen die Aktie Comcast Corp. (WKN 875625) mit Stop-loss abzusichern.
Comcast übernehme in einem Aktientausch die Mehrheit an AT&T Broadband. Der Merger habe, inklusive einer Schuldenübernahme von 20 Milliarden Dollar einen Wert von 72 Milliarden Dollar. Aktionäre von AT&T erhielten für eine Aktie 0,34 Comcast-Aktien. Neben 20 Milliarden Dollar an AT&T-Schulden würden auch fünf Milliarden an wandelbaren AT&T-Wertpapieren in diesen Deal einfließen. Die wandelbaren Papiere befänden sich im Besitz von Microsoft. Der Softwareriese sei somit auch Anteilseigner an dem neuen Unternehmen. Die neue Comcast werde über 22 Millionen Kabelkunden verfügen und damit rund ein Drittel des Marktes kontrollieren.
Eine erste Bewertung des Mergers falle gemischt aus, da Comcasts erstes feindliches Übernahmeangebot im Juli wesentlich niedriger gewesen sei. Damals habe Comcast-Chef Brian Roberts nur 40 Milliarden Dollar in Aktien sowie eine Schuldenübernahme in Höhe von 13,5 Milliarden Dollar geboten. Das nun erfolgreiche Gebot bewerte jeden AT&T-Kabelkunden mit 4.500 Dollar, das alte lediglich mit 4.000 Dollar.
Eine unfreiwillige Außenseiterrolle bei dem Megadeal habe John Malone, Chef von Liberty Media, gespielt. Als einer der größten Einzelaktionäre von AT&T sei er von den Verhandlungen auf Betreiben des AT&T-Chefs Michael Armstrong ausgeschlossen worden. Daraufhin habe Malone seinen Vorstandsposten bei AT&T niedergelegt und das Angebot von Comcast als zu niedrig bezeichnet. Liberty Media sei mit 42 Prozent an dem Einkaufssender QVC beteiligt, der mehrheitlich zu Comcast gehöre. Über Comcast komme Malone nun zu weiteren Beteiligungen an TV-Programmanbietern, die er auch in seine europäischen Projekte einbringen wolle.
Für Comcast bedeute der Merger einen Riesenschritt nach vorn und rücke von Platz drei auf Platz eins der Branche vor. Von Vorteil sei, dass AT&T schon einen Großteil der technischen Aufrüstung der Kabelnetze erledigt habe, Comcast somit nicht mehr massiv investieren müsse. Mit Microsoft gewinne Comcast zudem einen wichtigen strategischen Investor im Duell mit AOL Time Warner. Malone hingegen sei auch bei AOL beteiligt, sein weiteres Engagement für oder gegen Comcast sei unklar.
Wer bereits über Comcast-Papiere verfüge, sollte seine Position mit Stop-loss absichern. Denn nach Bekanntgabe der ersten Übernahmeofferte sei die Aktie massiv abgestraft worden. Dieses Schicksal drohe der Aktie nun erneut.
Die Analysten von "Die Telebörse-online" behalten ihre Kaufempfehlung bei, raten aber dazu, vor Käufen erst die Marktreaktion in den USA abzuwarten.
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