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Schneider neutral 10.12.2001
Helaba Trust
Die Analysten von Helaba Trust bewerten die Schneider-Aktie (WKN 860180) mit "neutral".
Schneider produziere Ausrüstungen für mittlere und niedrige Spannungen. Diese fänden Anwendung in Gebäuden, Industrieanlagen, Energie- und Infrastruktureinrichtungen. Über diverse Akquisitionen in den vergangenen Jahren habe der Konzern einen relativ ausgewogenen Regionenmix erreicht. Mittels der neuen Konzernstruktur (operative Segmente: Europa, Nordamerika, International; Zentralfunktionen: Strategie & Märkte, Entwicklung, Finanzen/Controling, Personal & Kommunikation) sowie der Verkleinerung und Verjüngung der Führungsmannschaft solle die Entscheidungseffizienz mit Blick auf weitere Expansionsschritte verbessert werden. Mit einem Umsatz von rund 10 Mrd. Euro gehöre Schneider im Weltmaßstab immer noch nicht der ersten Liga der Elektronikausrüster an.
Die Übernahme des französischen Konkurrenten Legrand (Umsatz 2000: 2,8 Mrd. Euro) sei allerdings im Oktober vom europäischen Kartellamt unterbunden worden. Davor habe sich Schneider per Aktientausch bereits einen Kapital- und Stimmrechtsanteil von 98% gesichert, der jüngst an einen Treuhänder abgegeben worden sei. Damit sei klar, dass der in 2 Schritten (2001 und 2002) erhöhten durchschnittlichen Aktienstückzahl in der GuV kein adäquater Beteiligungsertrag mehr gegenüber stehen werde, sondern lediglich etwaige Ausschüttungen von Legrand. Dieser Verwässerungseffekt führe zu niedrigeren Ergebnisschätzungen. Darin seien keine Wertberichtigungen für die Legrand-Aktien enthalten, deren Kurs sich mittlerweile halbiert habe.
Ziel sei die Abgabe der Beteiligung in 2002, sei es durch Verkauf oder durch einen Spin-off (Ausschüttung an Aktionäre). Für einen Verkauf (und den entsprechenden Mittelzufluss) dürfte man sich entscheiden, falls Akquisitionen spruchreif würden. Offenbar spüre die Konzernleitung in der aktuellen Konjunkturschwäche besonderen Wachstumsdruck, um nicht selbst Opfer zu werden. Diese unübersichtliche Gemengelage machten Anlageempfehlungen für die Aktie derzeit schwierig. Bewertungstechnisch sei der Titel eher teuer. Die Charttechnik wiederum sende nach dem Bruch des seit Mai bestehenden steilen Abwärtstrends Kaufsignale.
Die Experten von Helaba Trust belassen ihre Einstufung für Schneider deshalb zunächst bei "neutral".
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