|
 |
|
| |
|
 |
| Kurs |
Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
| - |
- |
0 |
0 % |
/ |
| |
| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
|
|
- |
- |
| |
|
|
| |
|
|
| |
SUEZ kaufen 28.11.2007
Aktienservice Research
Bad Nauheim (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "Aktienservice Research" stufen die Aktie von SUEZ (ISIN FR0000120529 / WKN 852491) mit "kaufen" ein.
Der französische Konzern SUEZ gehöre heute zu den weltweit führenden Wasserversorgern und sei nach dem Verkauf seiner ganzen Randaktivitäten voll auf die Kerngeschäftsfelder Energie, Wasser und Umweltdienste fokussiert. Angesichts des Booms um den Rohstoff Wasser sowie soliden Fundamentaldaten könnte die Aktie im aktuellen Marktumfeld zu den aussichtsreichsten Investments für konservative Anleger gehören!
Der heutige weltweit operierende Konzern habe seinen Ursprung im Bau und Betrieb des Suezkanals und gehe auf das Jahr 1858 zurück, als Ferdinand de Lesseps die Compagnie universelle du canal maritime de Suez zum Bau und Betrieb des Suezkanals gegründet habe. Als 1956 der Kanal vom ägyptischen Präsidenten Nasser verstaatlicht worden sei, habe die damalige Betreibergesellschaft eine Entschädigung bekommen. Im gleichen Atemzug sei das Unternehmen in Compagnie financière de SUEZ umbenannt worden, mit der Geschäftsidee, sich mit Beteiligungen und Investitionen in verschiedenen wirtschaftlichen Branchen zu engagieren. Ein Mischkonzern sei entstanden.
In den folgenden Jahrzehnten sei das Unternehmen wieder verstaatlicht und anschließend wieder privatisiert worden - je nach Gutdünken der jeweiligen französischen Staatsregierung. Heute sei SUEZ als börsennotiertes Unternehmen weltweit führend in den Bereichen Energie und Umwelt und habe 2006 mit mehr als 157.000 Mitarbeitern in über 100 Ländern rund 44,3 Mrd. Euro Umsatz erzielt. In Deutschland seien die Franzosen mit Töchtern in den Gebieten Strom und Gas, Fernwärme und Energiedienstleistungen, Wasser sowie Entsorgung tätig.
Wie schon in den vergangenen fünf Jahrzehnten sei der Konzern auch heute weiter im Fokus der Politik, wenn es um wichtige Marktpositionen im noch viel wichtigeren europäischen Strommarkt gehe. Ende August habe SUEZ fast täglich in der Zeitung gestanden. Denn in Frankreich sei im Sommer auf Druck des Staates einer der weltweit größten Energiegiganten der Welt entstanden: SUEZ habe mit der mehrheitlich vom französischen Staat gehaltenen Gaz de France (GdF) fusioniert. Nach über anderthalb Jahren harter Verhandlungszeit, in der auch der italienische Mitbewerber Enel am Anfang noch gute Karten gehabt habe. Doch genau wegen dieses Konzerns habe die französische Regierung Druck ausgeübt und sei von Kritikern mit dem Vorwurf des Protektionismus konfrontiert worden.
Befürworter des Deals würden in dem geplanten Zusammenschluss hingegen einen wichtigen Beitrag für die Energiesicherheit in Europa in den nächsten Jahrzehnten sehen. Der neue Konzern GDF SUEZ werde einen Börsenwert von 90 Mrd. Euro und einen Umsatz von 72 Mrd. Euro haben. Mit der neuen weltweiten Nummer drei werde Frankreich ab Anfang 2008 neben dem Stromgiganten Electricité de France einen zweiten nationalen Großkonzern im Energiesektor haben. Obwohl SUEZ in GDF aufgehe, werde SUEZ-Chef Gérard Mestrallet Chef des neuen Gesamtkonzerns. GDF-Chef Jean-François Cirelli werde lediglich sein Stellvertreter. Frankreich werde nach eigenen Angaben etwa 40% an GDF SUEZ halten und dadurch den Energieriesen und dessen Strategie kontrollieren können.
Für den Konzern selbst dürfte sich auf Jahre hinweg ein enormes Wachstumspotenzial ergeben. Außerdem bringe der Zusammenschluss Milliardeneinsparungen mit sich. SUEZ und GDF würden bei einmaligen Fusionskosten von 300 Mio. Euro jährliche Einsparungen im Tagesgeschäft von einer Milliarde Euro ab dem Jahr 2013 erwarten, unter anderem durch niedrigere Einkaufspreise oder Einsparungen in Verwaltung und Management.
Eine weitere Milliarde bringe die Optimierung der Finanzen, so die Aussagen vom Spätsommer. Hinzu kämen auf lange Sicht gesehen große Vorteile bei den Investitionen. In den kommenden Jahren 2008 bis 2010 sei jährlich ein Investitionsaufwand von durchschnittlich zehn Milliarden Euro geplant. Der Konzern dürfte sich also auch in den nächsten Jahren für die Aktionäre als Ertragsbringer rentieren. Der SUEZ-Konzern alleine habe dies Mitte November mit seinen letzten Zahlen belegt.
Der Energie- und Wasserversorger habe seinen Umsatz in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres um 5,6% steigern können. Vor allem der höhere Stromabsatz in Europa habe hierzu beigetragen. Der Umsatz nach drei Quartalen habe sich auf 34,23 Mrd. Euro belaufen, gegenüber 32,41 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum. Die wichtige Kennziffer, der operative Gewinn, habe sich um 14,6% auf 3,89 Mrd. Euro erhöht. Für das Gesamtjahr rechne SUEZ nun mit einem operativen Gewinnzuwachs von mehr als 15% und einer EBITDA-Steigerung von mehr als 10%.
Diese Zahlen seien mehr als solide und dürften künftig durch den Zusammenschluss nicht schlechter werden. Die geplante Fusion mit Gaz de France dürfte außerdem auch die Kursentwicklung weiter antreiben, zumal die Aktie mit einem prognostizierten 2008er KGV von 17 immer noch moderat bewertet sei. Insgesamt scheine SUEZ somit ein solides Investment zu sein, nicht zuletzt deshalb, weil der Konzern in einer der zukunftsträchtigsten Branchen unserer Zeit tätig sei. Und auch charttechnisch sei die Aktie aussichtsreich. Seit seinem Tief von März 2003 bei 8,76 Euro bewege sich das Papier in einer langfristigen übergeordneten Aufwärtsbewegung, die Anfang November in einem neuen Allzeithoch an der Heimatbörse in Paris bei 46,72 Euro gemündet sei.
Die anschließende Korrektur bietet nun eine gute Gelegenheit für langfristige Käufe der SUEZ-Aktie, so die Experten von "Aktienservice Research". Das Stop-loss-limit sollte bei 40,50 Euro platziert werden. (Global Markets Ausgabe 368 vom 27.11.2007) (28.11.2007/ac/a/a)
|
 |
|
|
 |
|
|
| |
|