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Enron Kursziel 10 USD 28.11.2001
Commerzbank
Die Analysten der Commerzbank stufen die Aktie von Enron (WKN 851914) unverändert mit "hold" ein und sehen das Kursziel bei zehn US-Dollar.
Es habe den Anschein, dass Dynegy die Bedingungen für die Übernahme von Enron nur wenige Wochen nach der ursprünglichen Ankündigung der Transaktion neu verhandele. Man sei der Ansicht, dass durch diese Entwicklung die Befürchtungen bestätigt werden, wonach sich das Kerngeschäft Enrons im Energiehandel und in der Vermarktung rapide verschlechtert habe und nunmehr bedeutend weniger wert sei als vor einigen Wochen. Endkunden und Handelskontrahenten scheinen aufgrund der Bedenken hinsichtlich Enrons Kreditsituation ihre Geschäfte hin zu dessen Wettbewerbern zu verlagern und würden sich zögerlich zeigen, ihre Exponierung gegenüber Enron auszuweiten.
Die Bewertung von Enrons Handels- und Vermarktungsgeschäft sei sehr abhängig vom Zuwachs des Handelsvolumens, und es scheine, dass mit der Verschärfung seiner Liquiditätskrise die Volumen Enrons deutlich zurückgegangen seien. Man glaube auch, dass der Zustand von Enrons Kerngeschäft derzeit ungewiss sei, und dass weder Dynegy noch Enron die Ertragsentwicklung letzteren Unternehmens genau prognostizieren können.
Man glaube, dass die Negativmeldungen zu Enron wahrscheinlich weiter andauern werden. Der unlängst eingereichte 10-Q -Bericht des Unternehmens sei ungeprüft, und die firmeninternen Untersuchungen hinsichtlich der Rechnungslegungspraktiken würden andauern. Man glaube daher, dass ein Neuausweis des Ertrages bei Enron sehr gut möglich sei. Es scheine auch so, als ob der Ertrag im vierten Quartal sehr gering ausfallen und erhebliche Umstrukturierungs- und Abfindungskosten sowie möglicherweise auch Abschreibungen im Zusammenhang mit Beteiligungsverkäufen anfallen. Daher glaube man, dass die Bedenken hinsichtlich der Liquiditäts- und Kreditqualität Enrons durch das Genehmigungsverfahren für die Übernahme durch Dynegy hindurch anhalten werden.
Man sei der Ansicht, dass die Übernahme Enrons für Dynegy und seine Aktionäre erhebliche Risiken berge. Das Hauptrisiko bestehe darin, dass eine neu ausgehandelte Transaktion Enron das Überleben bis zum Abschluss mit Dynegy ermögliche, wenngleich unter stark eingeschränkten Umständen. Dynegy werde danach rund 15 Milliarden US-Dollar an Schulden von Enron erben, doch glaube man, dass der Basisertrag aus Enrons Handels- und Vermarktungsaktivitäten in seiner Höhe immer noch ungewiss sei und möglicherweise deutlich niedriger liege als von Dynegy angenommen.
Die Experten der Commerzbank wiederholen ihre Empfehlung, die Enron-Aktie zu halten. Anleger sollen solange von einem Kauf der Aktien absehen, bis der Zustand Enrons vollständig abgeschätzt werden kann.
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