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ING Marketperformer 26.11.2001
LB Baden-Württemberg
Werner Schirmer, Analyst der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW), bewertet die ING-Aktie (WKN 881111) mit Marketperformer.
Der niederländische ING-Konzern sei mit einer Marktkapitalisierung von rund 63 Mrd. Euro der zweitgrößte europäische Allfinanzdienstleister. Drei Viertel seiner Einnahmen stammten aus dem Versicherungsgeschäft, der übrige Teil aus dem Bankgeschäft und der Vermögensverwaltung. Neben den Niederlanden und Belgien (Banque Bruxelles Lambert) seien die USA die wichtigste Geschäftsregion des Unternehmens. Nach Vollendung der Akquisition von ReliaStar und Aetna zähle ING dort zu den zehn größten Lebensversicherern. Außerdem gehörten die Investmentbanken Barings und Furman Selz sowie die BHF-Bank zum Konzern.
Im dritten Quartal dieses Jahres sei der operative Nettogewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8% auf 901 Mio. Euro gesunken. Der Gewinn je Aktie habe mit 0,47 Euro die Erwartungen getroffen. Während sich das operative Nettoergebnis im Versicherungsbereich im Vergleich zum zweiten Quartal um 17% auf 653 Mio. Euro verringert habe, habe sich das Bankergebnis auf 248 Mio. Euro halbiert. Im Bankbereich habe sich neben dem schwachen Wertpapierprovisionsgeschäft die verschlechterte Kreditqualität bemerkbar gemacht, die zu einer Erhöhung der Kreditrisikovorsorge geführt habe. Gestützt worden sei das Konzernergebnis durch den massiven Verkauf von Immobilien.
Das Unternehmen rechne für das laufende Jahr beim operativen Ergebnis je Aktie unverändert mit einem Wachstum von 5%. Nachdem bereits Mitte Oktober in Folge der WTC-Attentate eine Gewinnwarnung veröffentlicht worden sei, scheine dieses Ziel realistisch zu sein. Allerdings sei eine erneute Erhöhung der WTC-Bruttoschadensschätzung über 600 Mio. Euro hinaus nicht auszuschließen. Erfahrungsgemäß führe die Komplexität der Schadensansprüche dazu, dass die effektive Schadenslast anfangs massiv unterschätzt werde. Falls außer der japanischen Taisei Fire & Marine auch Rückversicherer Konkurs anmelden müssten, könnte sich dieses Problem auch für ING noch vergrößern.
Weder das WTC-Exposure noch das Kreditengagement des Unternehmens in Argentinien böten besonderen Anlass zur Besorgnis. Die gute Diversifikation sowohl der Geschäftsfelder als auch der geografischen Tätigkeitsschwerpunkte biete ein entschärftes Risikoprofil. Eine nachhaltige Schwäche der Aktienmärkte würde die Ertragskraft von ING allerdings deutlich schwächen.
Trotz der relativ schwachen Entwicklung der ING-Aktie in den letzten Monaten halten die Experten der LBBW daher an ihrem Marketperformer-Rating fest.
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