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Ericsson verkaufen


22.11.2001
Kreissparkasse Pinneberg

Tomas Wolkenhauer, Analyst der Kreissparkasse Pinneberg, bewertet die Ericsson-Aktie (WKN 850001) mit "verkaufen".

Der Rückgang bei den Umsätzen und Aufträgen erkläre sich vorrangig aus der schlechten Konjunktur in Lateinamerika, den geringeren Netztechnik-Umsätzen und den gesunkenen Verkaufszahlen bei den Mobiltelefonen. Das Sony Ericsson Mobile Communications Joint Venture sei wie geplant am 1. Oktober gestartet. Zukünftig werde die Hälfte der Erträge aus dem Gemeinschaftsunternehmen in der GuV zu finden sein. Im 3. Quartal seien die Absatzzahlen weiter gesunken, nur noch 7,2 Mio. (2. Quartal: 7,7 Mio.) Einheiten hätten vertrieben werden können.


Angesichts des schwachen Gesamtmarktes sollte Ericsson damit aber seinen Marktanteil zwischen 7% und 8% gehalten haben. Dass die Systemsparte im 3. Quartal die knapp positive Marge von 1% gehalten habe, könne als Teilerfolg gewertet werden. Dennoch sei die operative Marge des Konzerns weiter auf nun minus 10% gefallen (2. Quartal: -7%). Da in diesem Quartal keine weiteren Restrukturierungskosten verbucht worden seien, hätten sich Nettoergebnis und GpA "verbessern" können.

Die Nominierung des Electroluxer´s Treschow als Nachfolger des in den letzten Monaten eher glücklosen Lars Ramquist als Director of the Board habe in einer ersten Reaktion zu spürbaren Kursanstiegen geführt. Diese Euphorie erscheine vollkommen überzogen.

Ericsson gehe davon aus, dass die Zahl der verkauften Mobiltelefone in diesem Jahr bei rund 400 Millionen liegen werde, was am unteren Ende der früheren Prognose liege. Im Jahr 2002 würden voraussichtlich mehr Mobiltelefone verkauft, verursacht durch den höheren Anteil an Käufern, die ihre alten Modelle durch neue Modelle mit GPRS, Bluetooth, Farbdisplay oder Multimedia-Fähigkeiten austauschen wollten.

Damit liegen die Schweden ein wenig unter den Erwartungen, allerdings hat dies kaum Einfluss auf die Perspektiven oder das Verkaufen-Rating der Experten der KSK Pinneberg.




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