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Austrian Airlines neutral


22.11.2001
RZB Österreich

Die Analysten der österreichischen Raiffeisenzentralbank (RZB) hätten ihre Empfehlung für die österreichische Fluglinie Austrian Airlines (WKN 875224) von "untergewichten" auf "neutral" angehoben.

Anlehnend an die Vorschau des Unternehmens rechneten die Analysten für das 4. Quartal 2001 mit einem Umsatz von Euro 418,6 Mio., einem EBIT von Euro -54,7 Mio. und einem Ergebnis vor Steuern von Euro -74,7 Mio.. Der Passagierfaktor gebe Aufschluss darüber, wie gut oder schlecht die angebotenen Passagier-Sitzkilometer ausgelastet seien. Dieser Faktor sei bis Juli noch über den Vorjahreswerten gelegen, im August sei es zu einer Annäherung gekommen, in den Monaten September (-4,5 Prozentpunkte) und Oktober (-10,5 PP) sei der Faktor allerdings deutlich unter den jeweiligen Vorjahreswert gefallen. Dies bedeute, dass, verstärkt durch die Flugunsicherheit nach den Attentaten vom 11. September, eine der Hauptmaßnahmen, nämlich die Integration von Lauda Air und Tyrolean Airways, einen Rückschlag erlitten habe. Nachdem das Konsumentenvertrauen nur langsam wiederzugewinnen sei, müsse auf diesen Rückgang mit entsprechenden Streckenkürzungen reagiert werden. Dementsprechend habe das Management bereits Anfang Oktober Einstellungen bzw. Einschränkungen von unrentablen Strecken veranlasst, dies betreffe v.a. den Nordamerikanischen Raum und einige Nahoststrecken.

Im Vergleich zur Konkurrenz zeige sich -wie schon vor dem 11. September- kein Abschlag der AUA-Aktie (Kurs-EBITDA-Verhältnis und Kurs-Umsatz-Verhältnis). Die Analysten glauben auch , dass das Management durch die Umsetzung der initiierten Maßnahmen die AUA-Gruppe aus ihrer schwierigen Lage führen werde. Der erwartete Verlust 2001 sei bereits im aktuellen Kurs berücksichtigt.

Die Analysten der RZB ändern daher ihre Empfehlung von "untergewichten" auf "neutral". Allerdings geben die Analysten zu beachten, dass es durch die neue Ausbalancierung des MSCI-Index am 30.11. zu Kursbewegungen kommen könne.


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